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Die Lehren der Astronomie
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Cap. l.

Parallactische Ortsvtranderungen.

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ralla.re, und sie wird immer ausgedrückt durck denWinkel /Vstst am Gegenstände st, indem man mit-telst einer Linie die beiden fraglichen Gesichtspunkte rVund st mit einander verbindet. Denn es liegt auf derHand, daß die Differenz der Winkellage vvn ist inBezug auf die unveränderliche Richtung X istII, von /V.und von st ans gesel?en, die Differenz der beiden Win-kel st st st und st^st ist; nun ist aber ststst, als deräußere Winkel des Dreieks ^ZZst, gleich der Summedes innern und des gegenüberliegenden, nämlich ststst^ st^st -l- tLstst, weshalb ststst st^st ^2^.stst.

7l>) Es folgt hieraus, daß der Betrag der paral-lactische» Bewegung in Folge einer gegebenen Ver-änderung unseres Gesichtspunktes, unter übrigensgleichen Umständen, um so viel kleiner ist, alsdie Entfernung eines beobachteten Gegenstandes großerist; und wenn diese Entfernung, verglichen mit derVeränderung in unserem Gesichtspunkt, außerordentlichgroß ist, so wird die Parallaxe nnmerklich, oder, mitandern Worten, die Gegenstände scheinen alsdann, ihreLage gar nicht zu verändern. Aus diesem Grundsaheerklärt es sich, woher man in Alpengegenden, die manzum erstenmale besucht, über den geringen Fortschritt,

frei machen können. Wir haben eine wirkliche sphärischeOberfläche innerhalb unserer Augen,chen Sitz des Empfin-dens und Sehens, welche Punkt für Punkt der äußernsphärischen Oberfläche entspricht. Auf dieser sind die Sterneu. s. w. wirklich verzeichnet, so wie wir im Texte ange-nommen haben, daß sie es an der imaginären hohlen Him-melskngel sind. Wenn die ganze Oberfläche der Netzhautdurch Licht erregt wird, so verbinden wir sie anS Gewohn-heit mit der Idee einer wirklichen außer uns cristirendcnOberfläche. Dadurch bildet sich in uns der Begriff einesF-irmamentes und eines Himmels, aber die concavcOberfläche der Netzhaut selbst ist der eigentliche Sitz allersichtbaren Winkeldimcnsion und Winkelbewegung. DieNetzhaut dein Himmelsgewölbe zu substituiren, würdelinkisch und unpassend in der Sprache sehn, aber im Geistekann man es jederzeit thun. (Siehe Schiller's herrlichesNathsel über das Auge in seiner luranäot.)