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Die Lehren der Astronomie
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EiMtttimz,

L) Keine Wiffenschaft bedarf einer solchen Vorbe-reitung mehr, als die Astronomie, oder nimmt in hö-herem Grade die intellektuelle Unbefangenheit in An-spruch, welche bereit ist, anzunehmen, was bewiesen,oder zuzugestehen, was höchst wahrscheinlich gemachtworden ist, wie neu und ungewöhnlich auch die Ge-sichtspunkte seyn mögen, in welche selbst die bekannte-sten Gegenstände dadurch verseht werdein Fast alle ihreFolgerungen stehen in offenem und auffallendem Wider-sprüche mit denen der oberflächlichen und gewöhnlichenBeobachtung, und mit dem, was, sich jedem als daspositivste Zeugniß seiner Sinne so ' lange darstellt, biser die Beweise sür's Gegentheil eingesehen und erwogenhat. So wird die Erde, auf welcher ersteht, und welcheJahrhunderte hindurch den festesten Strnctnren der Kunstoder der Natur eine unerschüttertc Grundlage gewährthat, vom Astronomen ihres Attributes der Unbeweglich-keit beraubt, und von ihm als ein Weltrörper geschil-dert, der sich rasch um seinen Mittelpunkt dreht, undzugleich auch mit reißender Schnelligkeit im Raumesortbewegt. Die Sonne und der Mond, welche demLaien als runde Körper von eben nicht beträchtlicherGröße erscheinen, werden in des Astronomen Einbil-dungskraft gewaltig große Kugeln, von welchen die eineselbst der Erde an Größe nahe kommt, die andere sieunendlich übertrifft. Die Planeten, welche nur alsSterne von etwas größerem Glänze, als die übrigen,erscheinen, sind ibm geräumige, kunstvoll eingerichteteund bewohnbare Welten, mehrere/ von ihnen ungleichgrößer und viel merkwürdiger ausgerüstet, als die Erde,welche er bewohnt, andere dagegen weniger so; und dieSterne im eigentlichen'Verstände, welche sich einem ge-wöhnlichen Vorstellungsvermögcn nur als leuchtendeFunken oder glänzende Atome darstellen, sind ihn, Son-nen von mannichfgcher und übersebwenklicher Erhabenbeit glänzende Mittelpunkte des Lebens und des Lichtesfür Myriaden unsichtbarer Welten: so daß, wenn er dieGröße der Ideen, die seine Rechnungen erweckt haben,mit seinen erweiterten Gedanken umfaßt, und seine Phan-tasie , so wie das Vermögen der Sprache erschöpft hat«