Felix am Rhein. 371
Bart; und wenn das geschehen ist — von morgen früh an —schliesse ich mich ein und muckse nicht eher wieder, als bisder Elias fertig ist, was aber noch gute drei Wochen dauernkann, das schwöre ich auch bei meinem Bart.
Du willst etwas vom Rhein her wissen; nun ist aber dasMalheur, dass sich Ceeile's Brief, in dem sie auf meine Bittemeine sehr ausführlichen Reiseberichte an Paul mittheilte, mitDeinem gekreuzt hat und dass ich nun unmöglich herauskriegenkann, was Du weisst und was Du nicht weisst. Das Bestewird sein, ich schreibe lauter Sachen, die Cecile nicht ge-schrieben haben kann und die Du nicht wissen kannst —denn die Auswahl habe ich allerdings. So gepfropft volledrei Wochen, wie die waren, habe ich noch nicht erlebt, immerum Mitternacht oder ein Uhr in's Bett und gegen sechs wiederheraus, und von ein halb sieben Uhr ging der Trouble wiederlos und dauerte bis Mitternacht oder ein Uhr. Die Haupt-sache in Aachen bleibt doch, dass der Marquis von Sassenayund der Bürgermeister Nellesen Alles aufgeboten haben, ummir Milchreis kochen zu lassen (weil die Lind gesagt hatte,den äss' ich gern), dass es ihnen aber nicht gelang, weil ihrefranzösischen Köche immer was Anderes, Feineres darausmachten, was aber kein Milchreis war. Dann nahm ich ein-mal ein Bad, und als ich drin sass, merkte ich, dass esAachener warmes Wasser war, und davon wurde ich sodämelig, dass ich den ganzen Tag nahe am Einschlafen war.Ein Franzose aus Paris fragte am Sonntag: Qiiest-oe qiCellechante ce soir, MUe. Lind? Darauf sagte ich: La cre'ation.Darauf fuhr er mich an und sagte: Comment peut-elle chanterla crdation? La derniere fois que j'ai entendu clianter la cre-ation en France detait une hasse-taille qwi la cliantait! — DieChöre gingen aber wirklich sehr schön, und wenn Paul dieLind im Alexanderfest die beiden ersten Arien hätte singenhören, so hätte er wieder geklatscht, wie damals im Konzert.Onslow hat sich mal wieder meinen Taktstock ausgebeten,und ich nmsste etwas darauf schreiben, dann hat er seinerseitseinen Artikel in die französischen Journale geschrieben undsein Portrait in Gips im grand monarque für mich deponirt,
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