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Schluss.
Im Juni aber hatte er eine sehr lustige Reise an den Rheingemacht, wo das Pfingstfest in Aachen, das Frolmleichnams-fest in Lüttich und -das grosse Männer-Gesangsfest in Kölnschnell auf einander folgten. Er hatte für Lüttich ein LaiidaSion für Chor, Solo und Orchester, für das deutsch-vlämischeSängerfest in Köln einen Festgesang „An die Künstler" com-ponirt, zu den Schiller'schen Worten: „Der Menschheit Würdeist in Eure Hand gegeben, — Bewahret sie" etc. Zurück-gekehrt nach Leipzig, schrieb er über diese Rhein- undHolland-Reise:
Leipzig, d. 27sten Juni 1846.
Liebe Fanny!
„— Wer solchen Beschwörungsmitteln, wie Du sie ange-wendet hast, um mich zu einem langen Brief zu bringen,widerstehn kann, der muss der Satan selbst sein oder derKuckuk. Also wird grosses Format genommen und geschrieben,obwohl mir eigentlich das Feuer so arg auf den Nägeln brennt,wie noch nie; denn ein ungeheuer grosses Stück vom Eliasist noch aufzuschreiben und in England probiren sie schonam ersten Theil, und erst heut früh ist Spohr von hier ab-gereist, den wir alle Mittag und alle Abend beleben musstenund der wenig Tage nach meiner Ankunft hier ankam, demwir ein Konzert mit seinen Kompositionen im Gewandhausgaben, mit dem alle Trios, Quartette und Doppelquartettedurchgespielt wurden, der mir immer eine liebe, willkommeneund erquickliche Erscheinung ist, der aber diesmal noch dazubeitrug, meinen Kopf ganz scliwindlich drehend zu machen —da es um mich so endlos und unordentlich aussieht, wie indieser Periode (die ich aber gern zu Ende bringen möchte),da ich nach der Rheinreise eigentlich erst acht Tage hätteausruhen müssen, statt neue Festivitäten zu erleben und an-zuordnen — und nun soll ich noch dazu einen langen Briefschreiben. Das miss Dil' aber selbst zu, Fenchel, wenn erkonfus und dumm wird, ich bin auch gerade so; aber diesevier Seiten schreibe ich voll, das schwöre ich bei meinem