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Schluss.
Aus einem Brief von Rebecka an Cecile.
Berlin, 14ten August 46.
„Diesmal will ich aber nichts als mich bedanken für diefreundliche Aufnahme, die Ihr der Amme habt zu Theil werdenlassen, das war ihr gewiss* eine sehr unerwartete Freude,Euch noch einmal zu sehn, denn man hatte ihr gesagt, eswäre in Leipzig kein Augenblick Aufenthalt möglich. Alleswas Post und Eisenbahnen betrifft, schwebt bei uns in räthsel-haftem Dunkel. Wir haben Alle die gute Amme recht ungerngehen sehn, sie war so angenehm um sich zu leiden, und wieselten das ist, die entourage eines Kindes gern zu haben, daswirst Du wohl aus Erfahrung wissen, liebe Cecile, und diesewar dem Kinde und uns Allen so sehr anhänglich, und durchihre Isolirung von den andern Domestiken schon mehr an unsgebunden, und die Sprache und die Erinnerung an Italien, esist recht Schade, dass ich sie nicht länger behalten konnte;das Beste bei der Veränderung ist, dass die Kleine sich jetztmit mir sehr befreundet.
Was sagst Du aber zu dem göttlichen Sommer? Ich be-daure n ur, dass Du ihn in der Stadt Leipzig zubringen musst;ich bin mit meiner Landwohnung in der Stadt sehr zufrieden,der Garten ist über alle Vorstellung schön, und ich habe michbesser erholt, als ich es nach dem letzten Winter vermuthenkonnte. Nächst sehr vielem Karlsbader und der schönen Luft,glaub' ich, thut auch das heitere Zusammenleben mit Fannyviel dazu. Du hast ja selbst einmal geschrieben, wir müsstenzusammen sein und Du hattest sehr Recht.
Eben spielt Fanny unter mir das Lerchenlied von Felixganz langsam, und so oft, dass ich neugierig sie an's Fensterrief, um zu fragen, was die Bewegung bedeute, und es findetsich, dass sie Sebastian — den Bass einstudirt, dessen mäch-tige Stimme ich aber nicht gehört habe. Ist das nicht sehrkomisch, dass Fanny schon einen Basssohn hat?
Seid nochmals sehr bedankt für Diner, und italiänisclieUnterhaltung und Brief und Billet-doux und dass Felix bei-nahe mitgeweint hätte, ich hab's wirklich gethan — und fürAlles. "