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2 (1880) 1835 - 1847
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Wiedersehen in Italien.

abgeholt sein und bekommt noch ausserdem zwei Scudi für denTag, kurz, die schönsten sind nicht zu haben. Auch meinemKiliban muss ich die grösste Ehrenerklärung liefern; er thutalle Arbeit, die bei uns in Berlin Heinrich, Sophie, die Colbergmit vieler Nachhilfe von Minna liefern, ganz allein, hat dasEssen pünktlich halb zwei fertig, hält die Zimmer und Sachensehr gut rein, läuft alle Gänge, holt nach löblicher römischerGewohnheit jede Apfelsine und jedes Reiskorn apart, renntwie ein Windhund, so dass er von der Rotonda im Nu wiederzu Hause ist, dazwischen hat er noch immer eine halbe StundeZeit, um hochtrabende Reden zu halten. Das hindert ihn abernicht, in seiner Erscheinung die vollendetste Karrikatur zusein, ich möchte ihn wohl einmal mit Heinrich zusammen beiTisch aufwarten sehn, es müsste ein Schauspiel für Götter sein.

Felix an die Schwestern.*)

Frankfurt, den 25sten März 1845.

Dein soeben angekommener Brief hat den Frühling mit-gebracht. Heut ist zum ersten Mal jene bewusste Luftdraussen, in der alles Eis und alle Winterkälte schmilzt, undAlles mild und warm und vergnügt wird; wenn Ihr aber keinenEisgang in Florenz habt, so müsst Ihr uns beneiden, stattumgekehrt, denn es ist ein herrliches Schauspiel, und die Spreekann es bekanntlich nicht zu Wege bringen. Wie das Wasserhier unter der Brücke springt und sprudelt und stürzt, unddie grossen Blöcke und Scheiben durcheinander wirft, und sagt:packt Euch, mit Euch ist es für's Erste vorbei. Feiert auchseinen Frühlingstag und zeigt, dass es unter der Eisdeckenoch Kraft und Jugend behalten hat, und läuft noch einmalso schnell und springt noch einmal so hoch, als in den ver-nünftigen Tagen anderer Jahreszeiten; das solltest Du einmalsehen. Die ganze Brücke und der ganze Quai sind schwarzvon Menschen, die haben alle das schönste Schauspiel umsonst,und die Sonne bescheint sie dabei noch, auch umsonst. Das

*) Tlieilweis in den Felix'sohen Briefen.