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Eeise- und Heimathbriefe.
gelin noch etwas thun konnte. So bin ich nnn dreimal inNeapel gewesen und habe nicht einmal die Studii gesehn undalle Korallen und Lava angekauft lassen müssen. Gottlob,dass ich's hinter mir habe! Wir sind Extrapost in zwei Tagenhergefahren, haben wenig von der Hitze gelitten, es warimmer luftig, in den Sümpfen sahen wir die grün und gelbengiftigen Dünste aufsteigen, in Velletri begegneten wir einemheftigen Platzregen, dem ersten seit zwei Monaten, den wirmit Wonne begriissten, das ganze Gebirge und die Campagnafanden wir durch den Regen erfrischt, der Lateran begrüssteuns im glühendsten Sonnenuntergang — Schöneres giebt esdoch in der Welt nicht. Kaselowsky war uns bis halb WegsAlbano entgegengekommen, hatte uns Wohnung bestellt, wirwohnen uns grade gegenüber, also im Schatten. Moser fandenwir in der Wohnung, wo er uns seit Mittag erwartete, übrigensreisen wir incognito, es igt auch kein Mensch hier. Ihr habtunterdess schöne Geschichten gemacht, auf Landesvaterngeschossen? Kommt Ihr auf die Sprünge? Die Mode ist jalängst in Frankreich und England vorbei. Addio! Auf bal-diges Wiedersehri! —"
Rebecka an Fanny.
Motto: „Ich bin nicht schwarz vonGemüth, obschon gelb anden Beinen. —"
Rom, den 22sten August.
„Das passt aber eigentlich nicht auf mich, denn ich binallerdings schwarz von Gemüth, und das kommt davon, dassich nicht nur gelb an den Beinen, sondern auch an den Armen,im Gesicht, in den Augen, kurz, wo Du willst, bin, kurz, dassich mir, tun das angenehme Andenken an Neapel vollständigzu machen, eine recht ausgebildete Gelbsucht von da mit-gebracht habe, und dass wir darum, sehr verdriesslich, hierfestsitzen; gestern hat endlich die Fakultät, Alerz und Caspar,den Ausspruch getlian, in vierzehn Tagen würden wir reisenkönnen. Gott gebe es, ich brenne seit Palermo auf zu Hause.