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Reise- und Heimatlibriefe.
aus allen Weltgegenden, und Jeder erzählt von der seinigen,das macht meinen dummen Kopf noch konfuser. — Bis gegenden 1. Juni denken wir hier zu bleiben, die Umgegend Selinunt,Segest, Taormina und Cephalu zu besuchen, dann mit demDampfschiff nach Messina zu gehen und von da zurück nachNeapel. Verzeih diesen verdrehten Brief, ich hoffe mich baldetwas zu sammeln, und mich von meiner Verwunderung zuerholen, dass ich in Sicilien bin, im Lande Homers, der Sara-zenen, der Hohenstaufen, und wo Gott die Welt erschaffenhat. Hütt' er nur nicht dabei so sehr viel Flöhe erschaffen.Die Hitze ist sehr massig, die Abende sogar kühl, alle Garten-wege sind mit Orangenbliitlien und herabgefallenen Citronenbedeckt. Nun genug Blüthen, Berge, Sonne, nun leb wohlund gönne mir das Glück, den Traum des Lebens einmalschön zu träumen."
Aus einem Brief von Fanny an Rebecka.
Berlin, 18. Mai 1844.
„Dein gerührter und verdriessliclier Abschiedsbrief ausRom mit der schönen Vignette der zertrümmerten Tasso-Eicliewar uns sehr verständlich. 0 Diriclilet, wie freue ich michdrauf, mit Dir nicht mehr zu disputiren, sondern Dich in volleEntzückung über das unbekannter Weise von Dir geschmähteItalien ausbrechen zu hören. Wenn uns nur nicht das Italiänischsprechen auf alle Zeiten versalzen ist, Hensel fürchtet sichschon jetzt vor Deiner grimmigen Kritik seiner unkritischen,ungrammatischen Praxis. Vor allen Dingen will ich Euchetwas erzählen, was Euch Vergnügen machen wird, wenn ichauch fürchte, dass es zu nichts führt. Angesichts DemesBriefes über Elsasser's Bild hat sich Paul nach einiger Be-ratliung mit uns kurz entschlossen, einen Wechsel von hundertLouisdor an Valentini zu schicken, der gleich ausbezahlt werdensoll, wenn ihm das Bild überlassen wird. Nun fürchte ichzwar, der krankhaft gewissenhafte Mensch wird sich nicht dazuentscliliessen, den König von Württemberg später zu entschä-digen und das Bild herzuschicken, aber vielleicht dient es wenig-