Frascati. Grotta ferrata. 291
worüber er Moser zwar schonende, aber doch sehr bittereVorwürfe machte (bitte diesen Punkt im Auge zu behalten),bis sich das dumme Vieh wiederfand, das nicht für einenDreier gesunden Menschenverstand hat. Um sieben kamenwir zurück, nachdem wir Mondragone, Taverno, Falconieriund das Schinkengedränge zu Fuss zurückgelegt hatten, undwaren sehr müde und verfahren ( by the bye, ich hätte niegedacht, dass die Umgegend Roms so viel liässliche Weiberproduciren könnte, als in Grotta ferrata beisammen waren,besonders eine Sorte dicker, alter, die breit ritten, warenhöchst appetitlich), ich bat Diriclilet um Erlaubniss, dieFensterladen zuzumachen und uns zu verläugnen, das wollteer nicht und bewies mathematisch, Fremde könnten unmög-lich kommen und für die täglichen Hausfreunde wollte er zuHause sein. Wir lassen uns überzeugen, die Herren lagernsich jeder auf zwei Stühlen, ich auf dem Soplia, der Theekommt eine Stunde früher als gewöhnlich, * mit Eiern,Schinken u. s. w., denn wir hatten seit ein Uhr nichts gegessen,ausser diversen Nüssen und Rosinen, die immer mitfahren;eben waren wir fertig,- die ganze Zerstörung Troja's standnoch auf dem Tisch, sammt Eierschalen und Schinkenfett, undMoser und Kaselowsky wollten eben nach Haus gehn, daklingelt's und unaufhaltsam dringt ein: Madame Bruni inSammtmantille und Federhut, Madame Beilay in feinsterPariser Toilette, mit Tochter und dazu gehörigen Männern,NB. das erste Mal, dass sie Abends kamen. Der Moment,ehe die Zerstörung herausgeschafft, frisches, kochendes Wassererschienen und ich eine Haube aufhatte, war schrecklich, ichrechne auf Euer Mitgefühl. Später kam noch Dugasseau da-zu und die Sitzung währte bis gegen Mitternacht. Wenn Dudenkst, damit hat's ein Ende, so irrst Du. Wie Alle fortwaren, ich zu Bett und Diriclilet noch studirte, fand sich, dassKaselowsky sein Vieh bei uns vergessen hatte, was nach denVorfällen des Tages ein unsterbliches Gelächter veranlasste;ehe das nun in Ruhe gebracht war, dauerte wieder einigeZeit, die Kinder waren aber am andern Morgen höchst glück-lich darüber, nahmen das Thier in's Bett, fütterten es,
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