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Heise- und Heimathbriefe.
sie spazieren, bei schlechtem spielen sie in der Stube, zur heim-lichen Freude der Mama, bei der sie nicht sind. Das ist aberSpass, sie sind sehr artig und possirlich."
Fanny an Rebecka.
„— — Den lsten und 2ten August dirigirt Felix eingrosses Musikfest in Zweibrücken, wobei unter andern derPaulus und die Walpurgisnacht vorkommen und ich vermuthesehr, dass Ihr dahin Euern letzten Reiseakt und Freudenfinaleverlegen, an den letzten Naturgenuss den ersten Kunst- undWiederseliens-Trompetentusch knüpfen und so Eure ganze Reise-symplionie mit einem schönen, langen Beetlioven'schen Sclilusskrönen werdet. Die Schlussakkorde werden lang genug, wennIhr den ersten August anfangt und Ende Monats hier seid.Es ist so ein Brocken Vorschlag, in miissigen Stunden dranzu knabbern.
Besagte Walpurgisnacht habe ich gestern zum zweitenMal probiren lassen, nächsten Sonntag soll es gesungen werden.Es'ging prächtig, die Decker, Auguste Löwe, Bader und unserneuer Bassist Beer tliaten Wunder im Chor, Du glaubst nicht,wie schön die Musik ist und wie unbeschreiblich amüsant zusingen. Die Proben machen uns das grösste Vergnügen. Dannasseri Mittags die Geschwister hier, Nachmittags gingen wirzu verschiedenen Kunstgenüssen auseinander. Felix, dessenLiebenswürdigkeit noch immer crescendo geht, führte Sebastianund Minna's Kadetten in's Königstädter Theater, Pauls undwir gingen in's erste Concert der allerliebsten Milanollo's, einPaar Violinspielerinnen von elf und vierzehn Jahren, von denendie Aelteste ganz ausgezeichnet, aber auch die Zweite sehrgeschickt, und Beide wirklich fressniedlich sind. Sie erscheinenmit sehr vernünftiger Koketterie ohne allen Schmuck, in weissenKleiderclien und Höschen, die Aelteste in schönen, langenschwarzen Zöpfen, die Andere mit einem Lockenkopf ä la Engel,Publikus brüllt und hat Recht. Felix hat nun contre vent et,marde durchgesetzt, dass in den Abonnementsconcerten gesungen-wird. Zum letzten kommt die neunte Symphonie und FelixensPsalm „Als Israel". —