Kom.
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an Casa Bartlioldy vorbei, bis nach der französischen Akademie,sahen durch die immergrünen Eichen durch, nahmen uns aufdem spanischen Platz einen Fiacre und fuhren nach Hausessen. Abends kamen Moser, Kaselowsky, Horkel und deralte Geheimerath Link zu uns, und der erste Tag in Romverging sehr angenehm. Um neun ging Dirichlet noch mitHorkel im Mondschein durch's alte Rom und kam ganz be-geistert zurück; ich ging nicht, sondern fiel in'.s Bett und inden Schlaf. Heut früh zogen wir wieder mit Kaselowsky nachWohnungen herum, sehr gern hätten wir den dritten Stockder Casa Bartlioldy genommen, wollten bis sechszig scudimonatlich geben, damit Ihr nicht glaubt, unser Geiz verhindereuns, aber da ist wieder das alte Unglück wie bei den meistenWohnungen, sie wollen nur auf sechs Monat vermiethen undso lange wollen wir uns doch nicht binden, sonst geht Venedigverloren. Aber eine Aussicht ist da oben! — Ehe wir nichtwohnen, kann ich keine alten Steine oder Menschen, Zwergeoder Riesen sehn.
Den 4ten. Gott sei gelobt und gedankt und getrommeltund gepfiffen, wir haben gemiethet, Via Capo le case, 45, dreiTreppen. Aber sehr sonnig, gute Luft, Balconfenster am Sa-lotto und ein sicheres, für hier recht behagliches Haus. Seiwohl und froh mit allen Deinen, vorläufig in diesem Jahr,hoffentlich braucht im nächsten mein Glückwunsch nicht soweit zu reisen. Ich habe noch immer mezzogiomo im Kopf,was bei den römischen Vermiethern einen sehr ausgedehntenBegriff hat, unsere Wohnung ist aber wirklich mezzogiomo. 11
Fanny an Rebecka.
Berlin, 31 sten Oktober 43.
„Also willkommen in Rom, auf der Post an der PiazzaColonna, wo Du diesen Brief wahrscheinlich in Empfang neh-men wirst. Da ich sehe, dass Dein Gedächtniss, welches überGute und Böse scheint, auch unsere Reise sehr treulich be-wahrt hat, so wird es Dir jetzt nicht an Gelegenheit fehlen,unserer zu gedenken. Lass Dir Rom wohl bekommen, dass es
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