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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

lassen kann, als kleine Pasteten. Ich habe den ganzen Mor-gen drüber nachgedacht und nichts herausgebracht; sinne Dudoch einmal in einem Orangenwäldchen darüber nach. Ichglaube, nun habe ich Dir nonsens genug hingeschrieben. Gehtes Dir ganz gut? Ist Diriclilet italiänisirt? Zeichnet WalterAlles? Singt er? Was macht Ernst? Zuzulernen braucht Minenichts in Italien, aber vergisst sie auch die braunen Saucennicht? Unsere Hanne hat ihren Schneider längst gehei-rathet und lebt glücklich und in Frieden mit ihm. Zuweilenkommt sie Nachmittags zu uns und isst sich wieder einmalrecht satt. Wenn Du die beiden Weisen in der . Schule vonAthen ansiehst und wenn Dir Landsberg mit seinem Ordenbegegnet, so denk an mich. Du kannst Dir überhaupt dazueine jede Gelegenheit vom Zaun brechen. Und Jakoby bestelle,sobald er die blaue Grotte differenzirt, werde ich die Marmor-felsen von Carrara in Musik setzen; eher kann er mir es nichtzumnthen. Es wird heute nichts Vernünftiges. Lebe wohl."

Aus einem Brief von Rebecka an Fanny.

Florenz, den 21sten Oktober 1843.

Es bedurfte auch dieser guten Nachricht, um

den Anfang Deines Briefes mit Sebastian's Ellbogenausfallenzu kompensiren. Der arme Kerl! er muss auch Alles durch-machen. Schafskopf, nimm Dich künftig besser üi Acht! wozuhast Du denn Deine Seiltänzerbeine und die berühmte Pul-cinellnatur, wenn Du immerfort solche dumme Streiche machst ?Aber es ist immer besser, durch's Reisig zu fallen, als durch'sExamen, und somit gratulire ich zur Versetzung, wenn ichauch überzeugt bin, dass eigentlich Deine Lehrer hätten ver-setzt werden müssen und Deine Mutter dazu.

Heut früh habe ich vom Vetturin die Caparra erhalten,um über Perugia und Foligno Mittwoch den 25sten nach Romabzufahren. Ich muss Vieles ungesehen lassen, was ich mirfür die letzten Tage verspart hatte. Die Kirchen schenk' ich;eine habe ich gesehen, mit Fresken, wie Albreclit Dürer sagt,ehe die Italiäner die Malerei erfunden hatten, und einer unge-