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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimatkbriefe.

viel erzählt liast. Der liebe Gott ist da überhaupt höchstbrillant eingerichtet. Bei Novi sahen wir zuerst die Apenninen,vom Sonnenuntergang glühend erleuchtet, und meinten, es wäredoch kein Yorurtheil mit der italiänisclien Färbung.

Heut machten wir einen Ritt um die Stadt, das mittel-ländische Meer war dunkelblau, das ist so einer von denMomenten, für die man Geld, Schmutz und Ermüdung nichtscheuen darf."

Fanny an Rebecka.

Berlin, 22sten September 43.

Felix hat Deinen ganz Nicolai'sehen Brief ausMailand mitgebracht, voller Notli und Flöhe. Ich würde michüber Deinen italiänischen Unmuth betrüben, wenn ich nichtzu gewiss wiisste, dass das vorübergeht und das Entzückenbleibt. Potz Kuckuk! So kann doch unser Geschmack nichtdifferiren, dass Gestank und Flohstiche Dich hindern, Dichkannibalisch wohl zu fühlen. Was den Gestank betrifft, derist übrigens nach meinem Geschmack im Mailändischen schlim-mer , als anderswo. Ich bin sehr neugierig, wann DeinSchimpfen hi eine ganz andere Tonart Übergehn wird; dass esam Corner See nicht geschelin, nimmt mich Wunder. Wiesehr billige ich Euer Schweifen oder Hängen, wie Du willst;wären die fatalen Briefe von Hause nicht, die den reisendenMenschen doch immer in eine Art von geordneter Bahntreiben, er könnte ja nichts Besseres thun, als abzureisen,ohne zu wissen, ob er in Konstantinopel oder in Lissabon an-kommen wird."

Rebecka an Fanny.

Florenz, den 23steil September 43.

Liebste Fanny! Ich habe heut wieder so viel zuerzählen, dass ich nicht weiss, wo anfangen. Von Genua an