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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

liilft's? Der Grund, auf dem Alles rulit, ist faul und schlecht,da führt man sein Lebtag keinen hübschen Thurm darauf auf.Mit dem Griechenthum werden die Berliner nun wohl für'sErste fertig sein. Jetzt will ihnen Tieck den Sommernaclits-traum einflössen. D a bin ich dabei und habe einige Mnsikdazu gemacht, die ich Dir gern einmal vorspielte. Ausserdemhabe ich einige Capricen für Quartett vor und diverse Liedermit und ohne Worte, vierstimmig für das Freie etc., auch eineSymphonie marschirt wieder langsam herbei. Das Lied vonEichendorff:Durch schwankende Wipfel schiesst goldenerStrahl, tief unter den Gipfeln das neblige Thal; fern hallt esvom Schlosse, das Waldhorn ruft, es wiehern die Rosse, indie Luft, in die Luft, etc." wollten sie nebst den übrigen in'sEnglische übersetzen; aber sie haben mir geschrieben, sie hättenein neues Gedicht untergelegt, denn das Deutsche verständekein Engländer; auch einige dortige Deutsche seien gefragtworden, die verständen es aber auch nicht! Ob ich Baden-weiler kenne! Und Du empfiehlst mir, das Gedicht vonHebel zu lesen, das seit unserer Hochzeitreise sprichwörtlichbei uns ist! Aber so lieisst es nichtZu Basel in der Stadt,"sondern so heisst's: ,,Z' Möllen in der Post," und richtig stehtauch auf Deinem Briefcouvert ein rothes PostzeichenMühl-lieim", das Du allerdings noch nicht drauf geselm hast, dasmir aber mit der Handschrift zugleich in die Augen fiel undzu denken gab. Heut vor einem Jahr war ich mit Paul aufder Flegere vom Prieure de Cliamounix aus, da ist es über-haupt schöner als im Küchengarten Leipzigerstrasse 3 oderselbst auf der Milchwiese in Leipzig. Das bedenke! Undgriiss jeden Nussbaum und jede Edeltanne vielmals. Am aller-meisten aber die Bäche, die so sprudeln und stolpern, wie ich,wenn ich was Schönes erzählen will. Ich glaube darum höreich sie so gern. Mitunter schluchzen sie auch."

Fanny an Rebecka.

Berlin, den 19ten August 43.

Ich muss Dir ein Berliner Ereigniss mittheilen,das heut schon durch die Zeitungen in alle Welt geht. Unser