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2 (1880) 1835 - 1847
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18421843.

Du hast ihn sehr verleumdet; er hat ein. ganz gutes, musi-kalisches Ohr, aber es fehlt ihm an aller Uebung, und das isthi seinen Jahren schon schwerer zu erwerben und nachzuholen,als bei vier oder fünfen. Daher denkst Du gleich, er be-greift es nicht, wenn er einen ganz anderen Ton singt, aberDu vergissest, dass der ganze Hör- und Sing-Meclianismus ein-rostet, wenn er nicht von Anfang an immer gebraucht wird.Gehen noch zehn Jahre hin, so würde es ihm unsägliche Mühekosten, gut musikalisch zu werden; jetzt, bin ich überzeugt,kostet es nur ein wenig Geduld des Lehrers beim ersten An-fang. Dass nachher der einmal geübte Mechanismus nichtwieder einrostet, davon kannst Du das deutlichste Beispiel imSpiegel sehen. Walter konnte, als er von hier abreiste, dasdurchstrichene C sicher treffen, wenn ich's auf dem Klavieranschlug, dann die höhere Oktave allein dazu nehmen, undendlich D und G treffen; die übrigen Töne noch nicht. Auchjene verfehlte er zuweilen, besonders wenn er zu schnell zu-fahren wollte, aber ich brauchte dann nur den Ton wiederanzugeben, ohne etwas dazu zusagen, und er drückte so langehinauf oder herunter, bis es rein wurde. Mach doch dieseUebungen auch zuweilen mit ihm, aber schnauze ihn niemalsdabei an, sondern präge ihm die beiden C's fest ein, dann denUnterschied, der im Gehör zwischen der Scala (den nebeneinander liegenden) und dem Dreiklang (den auseinander lie-genden, aber zusammenklingenden Tönen) liegt. Er fasste ihnhier ganz leicht, wird ihn aber gewiss wieder vergessen haben,die C's auch vielleicht; aber sie werden gewiss gleich wieder-kommen, wenn Du sie ihm anschlägst. Und wenn er dannstatt C etwa As singt oder auch Ges z. B., so wundere Dichnicht, sag auch nichtaber Walter!" sondern schütteleDeinen Kopf, und schlage das C noch einmal an und lass esausklingen und lass ihn ruhig zuhören. So wird er Tenor-oder Basssänger. Was sagst Du zu dieser Predigt? Aberich habe es Dirichlet vorher gesagt, ich würde Dir einengrossen Brief über Walter schreiben, das ist er nun. Waskönnte uns auch in dieser Zeit mehr Theilnahme erregen undFreude an der Gegenwart geben, als solch ein lieber, hoffnungs-