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2 (1880) 1835 - 1847
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1841

richtig geahnt hatte. Haasow, der dem über eine Stundewährenden Gespräch beigewohnt hatte, war ganz rotli vorFreude, konnte sich gar nicht fassen und wiederholte immerNein, wenn Sie nun noch an Fortgehen denken!" UndFelix dachte hauptsächlich an die Freude, die er seiner Mutterbereiten konnte; er kam ganz angegriffen, ganz erschöpft,aber auch ganz entzückt von der bezaubernden Liebenswürdig-keit des Königs (die ihm allerdings, nach dem Urtlieil Aller,die in seine persönliche Umgebung kamen, eigen sein konnte)nach Hause zurück und erzählte das Ergebniss der Unter-redung, welches Alle sehr beglückte. Namentlich seine Mutterwar ebenso leidenschaftlich in ihrer Freude, in der Aussichtauf ein langes Zusammenleben mit Felix, wie vorher in ihremSchmerz über die bevorstehende Trennung. Vorsichtig fassteMendelssohn die ganze Unterredung noch einmal in einem Briefan den König zusammen, fixirte so die geschehenen Verhand-lungen, sprach ihm seine Absicht aus,bis das Instrument,auf dem er zu spielen berufen sei, fertig sein würde", nachLeipzig zurückzukehren und verzichtete für die Zeit, wo eralso gewissermassen nur zur Disposition des Königs ständeund zu keiner öffentlichen Tliätigkeit in Berlin verpflichtetsei, sondern nur einzelne Arbeiten in seinem Auftrag zumachen hätte, auf die Hälfte seines Gehalts. Es soll nichtgeleugnet werden, dass, sobald er die Sache mit kaltem Blutüberlegte, ihm sehr grosse Zweifel aufstiegen, ob dieser Plannicht ebenso, wie alle früheren, sich in Nichts auflösen würde;indessen war er doch praktisch möglich, und wenigstens warso der Faden, der ihn an Berlin knüpfte, nicht durchgerissen;und durch die Verzichtleistung auf das halbe Gehalt befreiteer sich von dem ihm unerträglich drückend gewordenen Be-wusstsein, Geld zu empfangen, ohne entsprechende Leistungen.Denn die ihm verbleibenden eintausend fünfhundert Thalerkonnten wohl nur als ganz angemessene Bezahlung für diegrossen Arbeiten angesehn werden, die er von Leipzig ausfür den König machte und die vorläufig in der Kompositionder Athalia, des Sommernachtstraumes und des Oedipusbestanden und als Entschädigung für die Unmöglichkeit, in