1841.
zurück, Schlemmer mit seiner Frau eben von Ems, JulieSchiuik Jeanrenaucl eben viel wobler von Dresden, Rosenhainvon Paris, Benecke senior von London, junior von seinem Gut,Alles hier am Fahrthor zusammen. So leben wir alle Tage! —Noch muss ich Dir Einiges von London nachtragen, vonden Tagen nach unserer Manchester Fahrt. Ich konnte michnicht entschliessen, nach Dublin zu gehn, weil man zwölfStunden zur See bleibt bis dahin, und der Gedanke zerschlugalle Unterhandlungen. In Manchester lebten wir mit denOnkels und Tanten*) zwei stille Tage, aber wie wir wiedernach London kamen, ging der Wirbelwind noch einmal los!Aufs mündliche Erzählen will ich mir aufsparen, wie schreck-lich sich Cecile von Sir Edward Bulwer die Kur machen liess,und wie der alte Rogers (Sam Rogers, kennst Du ihn?) mitihr hands shakte, und sie bat, sie möge ihre Kinder ebensoliebenswürdig erziehn und ebenso gut Englisch sprechen lehren,wie sie selbst (dies machte Aufsehn), und wie Mr. Roebuckhineinkam (frag' Diriclilet, wer das ist!), ä propos, in Aachenhaben wir eine ordentliche Visite bei Meyer's gemacht, aberin Cöln konnten wir kaum zwanzig Minuten bleiben und habendesslialb Louise Hensel nicht aufsuchen können; — und ferner,wie wir bei Benecke's Sprüchwörter aufführten, und Klinge-mann einen westindischen Pflanzer und Sir Walter Scott vor-stellte, und wie die philharmonischen Direktoren mir ein fishäinner in Greenwi'ch gaben, mit White lait und Reden, undwie bei Moscheies meine Chöre zur Antigone gesungen wurden(das werde ich Euch am Klavier nachmachen; ich glaubeBeckchen lacht schon; aber warum schreibt sie gar nicht?),und wie ich Herrn v. Massow noch eben im Brunswick Hotelabpasste und Herrn Abeken bei Bunsen sprach, ach! und wiewir bei Herrn und Mad. Bunsen dinirten mit grosser Lange-weile , •— das Alles beschreibe ich genauer mündlich, wie ge-sagt. Aber die Details von meinem letzten Besuch in Bucking-ham Palace muss ich gleich schriftlich geben, sie amüsirenDich zu sehr, liebe Mutter, und mich dazu. Wie Gralil sagte
*) Von Cöcile.