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2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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Leipzig. Ankunft in Berlin.

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In Leipzig, das am 3. September erreicht wurde, warFelix, der eigentlich in England sein wollte, in Folge eines,glücklicherweise iiberstandenen, Krankheitsanfalles noch an-wesend. Dass es an ausgiebigem Unterhaltungsstoff nicht fehlte,lässt sich denken. Er spielte seine Buchdruckerkantate vor,die Fanny sehr gefiel; auch über seme Pläne für die Zukunftwurde viel verhandelt, er beabsichtigte, nach Ablauf seinesLeipziger Kontrakts im nächsten Winter sich ein Jahr, viel-leicht in Italien, auszuruhen, worin ihn seine Schwester mitihrem frischen Italien - Enthusiasmus begreiflicher Weise sehrzu bestärken suchte. Wie anders sich die Sache nachher ge-staltete, werden wir sehen. Cecile war sehr wohl, unverändertlieblich und schön, und anmuthig und gut wie immer; dieKinder, Karl und Marie, wuchsen prächtig gedeihend heran.Endlich, Freitag den Ilten September früh reiste Felix nachEngland und Hensels nach Berlin, wo sie spät Abends ankamenund Alles wohl antrafen.

Fanny Hensels Reisetagebuch schliesst in Berlin mit denWorten:Heut ist Mittwoch, sechs Tage sind wir nun liier.Die politischen Ereignisse drohen schwer; der König hat denStänden auf ihren Antrag, eine Verfassung zu geben, eineentschieden abschlägige Antwort ertheilt; die Franzosen rüstenoffen, Alles sieht trübe, düster und unerfreulich aus, dazustürmt, regnet und weht es draussen und ist eine Kälte, dassmir die Finger erstarren. In künstlerischer Hinsicht scheintdurchaus nichts vom Könige zu erwarten zu sein. Ueber denEindruck, den dies Alles und überhaupt unsere ganze Rückkehrauf mich gemacht hat, später ausführlich, wenn die GegenwartVergangenheit geworden ist, das Ungewitter sich verzogen hatoder niedergegangen ist. Die Erfahrung hat mich belehrt, dassman dergleichen nicht unter dem Einfluss einer augenblicklichenStimmung schreiben muss."

Die Familie Mendelssohn. IT.

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