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2 (1880) 1835 - 1847
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Graf Gonfalonieri.

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gelangen, alles vergebens, endlich bat sie um Erlaubniss, nachBrünn zu ziehen, nur um ihm näher zu sein; da man ihr dasnun nicht eigentlich versagen konnte, so antwortete man, esstünde ihr frei, aber sie würde die Haft ihres Mannes dadurcherschweren. Da blieb ihr denn nichts übrig, als in Mailandzu bleiben und zu sterben. Er sagt, von dem Augenblickhätte der vSpielberg erst für ihn angefangen. Keine Bücherin der ganzen Zeit! Man hat von solcher Grausamkeit,solcher moralischen Tortur keinen Begriff. Dann ging ernach Amerika in die Verbannung, hierauf nach Frankreichund Belgien und vor drei Monaten bekam er Erlaubniss, aufkurze Zeit nach Mailand zu kommen, um seinen damals nochlebenden, zweiundachtzigjälirigen Vater zu besuchen. Bei derGelegenheit erfuhr der Kaiser erst, dass er nicht in dieAmnestie mit eingeschlossen gewesen sei, war sehr ungehaltendarüber und befahl, augenblicklich die Ordonnanz über seinevöllige Freiheit zu erlassen. Mit der grössten Milde undSchonung spricht er über seine Regierung, mit der grösstenAufgeklärtheit über innere und äussere Politik. Er muss einunvergleichliches Gemüth haben, nach all dem bittern Herze-leid, was man ihm angethan, von seinem Unglück und seinenPeinigern mit solcher Sanftmuth, solcher unbeschreiblichrührenden Güte reden zu können. Nicht minder zu bewundernist seine Bekanntschaft mit Allem, was in der Welt vor-gegangen, in Kunst, Literatur und Politik, da er fünfzehnJahr, wie er es selbst nennt, begraben gewesen und die meisteübrige Zeit jetzt in Amerika zugebracht hat. Unter allenItaliänern, die ich habe kennen lernen, schien er mir der beiweitem Bedeutendste! Und solche Männer behandelt Oester-reich so!"

Tagebuch:

Von Airolo fängt man an, stark zu steigen, terrassen-förmig, ähnlich wie am Stelvio; der Fuhrmann verlor vielZeit mit verscliiedentlicliem Umspannen, wir gingen viel zuFuss; der Tessin bildet fortwährende Wasserfälle den amplii-theatralischen, merkwürdig mächtigen Felsenbau hinunter.