Sicilien.
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glücklich und gesund von einer neunzehntägigen Reise nachSicilien zurückgekehrt. So, nun ist doch endlich das grosseGeheimniss heraus, das mein weibernes Herz sehr gedrückthat. Wir wollten Euch nicht eher davon schreiben, bis ergesund wieder hier wäre, weil wir fürchteten, Ihr würdet Euchseinetwegen ängstigen, der in der grimmigsten Sonnenhitzedas Rosalienfest in Palermo ausstand, und unsertwegen, diewir hier allein zurückblieben. Bei dem letzteren war durch-aus kein Risiko, wir waren wie in Abraham's Schooss hier inunserm Saal; meines Mannes wegen habe ich mich allerdingsauch ein wenig geängstigt, indess ist er Gott sei Dank! sehrwohl und vergnügt, nicht einmal sehr verbraten zurück-gekommen, und wie immer in der kurzen Zeit sehr fleissiggewesen, hat viele angenehme Bekanntschaften gemacht, vielPortraits und Skizzen gezeichnet, auch einige Studien gemaltund ist voll von der wunderbaren Schönheit des Landes.Er war in Palermo, in Messina, und von letzterer Stadt ausin Taormina. Es thut mir doch jetzt sehr leid, dass ich nichtmit war. Wären wir einen Tag früher von Rom abgereist,so wäre ich wahrscheinlich mitgegangen. Aber denselben Tagwar ein Schiff abgefahren und das nächste, mit dem Wilhelmfuhr, ging erst am 2ten Juli, unterdess war die Hitze sehrgestiegen und ich verlor den Muth, mich derselben so auszu-setzen. In den Villen und Gärten um Palermo gieht es garkeine Orangen, die sind zu gemein; Pisang, Palmen undRicinusbäume, Zuckerrohr und lauter exotische Gewächsestehen da in freier Erde.
Die Sicilianer haben ihm sehr gefallen. Es soll ein ganzander Geschlecht sein, als die Neapolitaner, die im höchstenGrade verhasst tuid verachtet dort sind, freisinnig, gebildet,,gastfrei und sehr reich. Grössern Luxus an Pferden undWagen, sagt er, hätte er nie gesehn, als in Palermo, es über-träfe noch London. Er hat die Statue der heiligen Rosaliegezeichnet, von der Göthe so hübsch erzählt. Einer seinerReisegefährten, der sicilianische Prinz Pignatelli, besuchte unsnoch gestern Abend, um mir seine Verwunderung überWilhelm's Zeichnen auszudrücken, er hatte auf dem Dampf-
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