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2 (1880) 1835 - 1847
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Neapel bis Berlin.

dem Gedanken, in den Mittagsstunden die Insel zu umreiten.Nachmittag ritten wir ein wenig umher, bergauf, bergab,zwischen Weinbergmauern, ohne allen Schatten, aber beständigvon der unsäglichsten Fülle einer tollen Pflanzenwelt umgeben,die alle Felsen bedeckt und den Vorgrund zu den ent-zückendsten Fernblicken bildet. Als wir nach dem Hafenkamen, konnte ich nicht weiter, wir hatten noch über eineStunde unter einem zahllosen Lazzaronipöbel zu warten. Umfünf schifften wir uns wieder ein, und hatten in der Abend-kühle eine herrliche Rückfahrt, mit Sonnenunter- und Mond-aufgang; die Berge hatten den Mond erst wie eine Nachtmützeauf, bis er höher stieg und das Meer zauberhaft beleuchtete.Sehr müde kamen wir nach Haus, Neapel ist eine diabolischeStadt, Staub, Lärm, Fahren und Drängen machen mich todt;indessen brachte ein Ruhetag wieder alles in Ordnung undbefähigte mich zu der Vesuvpartliie, die wir uns eigends fürunsers Sebastels Geburtstag, der glücklicherweise nur einenTag nach Vollmond fiel, vorbehalten hatten, um ihm ein un-vergessliches Andenken an sein zurückgelegtes zehntes Jährchenzu sichern. Man fährt durch Portici, einen grossen elegantenOrt, dem sich Resina gleich anschliesst; hier mussten wir unsin Ermangelung, von Eseln aufs hohe Pferd setzen und eineder ermüdendsten Partliieen begann. Man reitet erst etwazwei Stunden zwischen Weingärten bergan, Granaten, Orangenund Feigen kucken über die Mauern, alles ist sehr fruchtbarund schön. Dann erreicht man die Laven; wir ritten über dievom vorigen Jahr, welche über Weingärten hinging, und derennoch frische Zerstörungsspuren in ausgerissenen Bäumen undschwarzem schlackigen Erdreich sichtbar sind; diese Lava istnoch nicht vollkommen erkaltet. Dann kommt ein Stückchenbitterbösen Felsenweges, von demselben Gestein, das Hercu-lanum bedeckte und auf dem heut Portici steht, und hierauferreichten wir die Hochebene, auf der das Haus des sogenanntenEremiten steht, und schöne Bäume; man hat schon hier eineherrliche Aussicht; man kann die Inseln so prächtig sehn, undihr Grössenverliältniss zu einander; und da erscheint dennIscliia sehr mächtig, Procida auffallend klein. Auch Cap Misen,