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2 (1880) 1835 - 1847
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Italien.

gründlich und herzlich gedacht werde. Dieser Tag könnte imDecameron stehn, denn erlaubt ist, was gefällt, da aber nurgefällt, was sich ziemt, so könnten wir vor dem Tribunal derPrinzessin bestehn. Dies bezeugen alle Anwesenden." (Folgendie Unterschriften und einige Worte von der Thygeson, Bousquet,Dugasseau, Magnus, Kaselowsky, den beiden Elsasser's, Sohnund Vater Hensel, der schliesst:Zum Schluss sage ich, dassder Tag froh beschlossen, wie er angefangen; Fanny, die alsKönigin des Festes A r on ihrem geistigen Throne Alles überschaut,mag beschreiben und hat die Ergebnisse unseres Fleisses alsTribut in Empfang genommen. So mag sie auch noch dieseLust zu andern Freuden tragen!") Fanny fährt dann fort

Kom, 20 sten Mai.

Liebe Mutter und liebe Geschwister!

Wir haben einen Tag erlebt, wie er wohl in Romanenvorkommt, in der Wirklichkeit aber gewiss nur einmal imLeben gelingt, einen durchaus poetischen Tag, wovon mir jedeMinute unvergesslicli bleiben wird. Alle Anwesenden habensich oben unterzeichnet, es waren sechs Maler, ein Musiker,zwei Dilettantinnen und Sebastian. Unser zweiter französi-scher Musiker Gounod, den ich sehr gern dabei gehabt hätte,weil ich wenig Menschen kenne, die sich so herzlich und glück-selig amüsiren können, wie er, wurde krank und konnte nicht mit-kommen. Seit dem Ilten April, wo die Parthie eigentlichschon sein sollte, war sie noch oft beschlossen und unsichernWetters wegen wieder verschoben und vorgestern noch warein Regentag, so dass wir zweifelhaft waren, ob sie diesmalstattfinden könnte. Allein es stieg die schönste, klare Sonneauf, und um sieben ging Wilhelm mit Kaselowsky, Elsasser'sund Sebastian voraus, um neun fuhr ich mit Charlotte Thygeson,Bousquet und Dugasseau nach, ein Karren, mit einem Esel be-spannt, führte Geschirr und Esswaaren hinaus. Als wir an-kamen, fanden wir schon alle Maler im Garten zerstreut undbeschäftigt, denn es war vorher bestimmt worden, dass Jederfleissig sein sollte, und Alle hatten mir ihre Arbeiten zugedacht,