Mondscheinspaziergänge.
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da, die ihn verlangten, Gounod kam an's Fenster undrief herunter: Bah, eile est bonne, votre clame, je voud/rais bienla voir! er hielt mich für einen verkleideten Pensionair. Unter-dessen war aufgeschlossen worden und während wir in denGarten gingen, der wirklich zauberhaft schön aussah, holteDugasseau Gounod herunter, der sich geschwind wieder ange-zogen hatte, Bousquet schlief schon lange und wurde dafürvon den Andern verhöhnt. Als wir lange im Garten gewesenwaren, fiel ihnen ein, wir müssten auch in's Bosquet, und ehewir uns versahen, sprang Gounod nach seiner Stube, holte denSchlüssel und wir stiegen durch das Wäldchen aufs Belvedere.Nein! etwas zauberischer Schönes habe ich noch nie gesehen,als die Aussicht von da oben im Mondlicht; alle näherenGegenstände, z. B. die Gebäude und Baumparthieen in VillaBorghese sah man klar, wie am Tage, von den Bergen hinteneinen deutlichen Schatten, St. Peter ganz bestimmt und scharf.Der Obelisk und die Kirche von Trinitä machten sich auchprächtig. Und nun das Wäldchen selbst von der Terrasse aus,die hellen Lichter durch die dunkeln Bäume — es war himm-lisch! — Dugasseau war sehr lustig und komisch und liessGounod nicht zur Emphase kommen, der sich immer hinein-begeben wollte. „Je riai jamais commis de vers", sagte erganz ernsthaft. Wir trennten uns wirklich schwer von demzauberhaften Ort und es war richtig wieder halb zwei als wirzu Haus kamen. ■—
Was habe ich nicht hier in Rom schon durchgelebt unddurchempfiuiden! Bei diesen lustig durchwanderten, hellen,südlichen Mondnächten fiel mir hundertmal die erste Nacht vonWilhelm's Krankheit ein, wo ich in tödtlichen Sorgen an seinemBett sass! Bei all diesem Wechsel und dem vielen Erlebtenfühle ich mich hier nicht älter, sondern jünger geworden. Ansolcher Reise erwirbt man einen ewigen Schatz.
Famiii enbri e f.
Villa Wolchonsky, 20 sten Mai 1840.
„Wir machen uns einen guten Tag, einen wahrhaftpo etischen Tag, und er soll nicht vergehen, ohne, dass Eurer