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Italien.
vergnügt nacli Haus, wo wir uns dann nacli einem so poetischenTage die Prosa des Lebens, in Gestalt einer vortrefflichenFrühlingssuppe und eines gebratenen Hasen, sein' wohl schmeckenliessen. Abends kamen der englische Maler Severn, denWilhelm zu zeichnen anfing, und zwei für Musik begeisterteJünglinge, die Felix kennen, ein Engländer und ein Deutscher.Der erstere forderte mich auf, ihm die grosse Arie des Pauluszu begleiten, die er nicht recht auswendig wusste, da ich sienun auch nicht recht auswendig wusste, so gab es eine sehrgelungene Leistung. Hierauf spielte ich noch Mehreres, das-ich auswendig wusste, und der Abend ging so vergnügt zuEnde, wie der Tag angefangen.
T ageb ucli.
„Sonnabend machten wir eine sehr schöne Fahrt beikaltem, hellem aber unangenehmem Wetter. Zunächst nachVilla Wolchonsky, mit einer der umfassendsten und schönstenAussichten in Rom. Im Garten selbst steht ein Theil der an-tiken Wasserleitung. Ein schöner Gang mit einer Rosenheckean der einen, Ungeheuern Caktuspflanzen an der andern Seite,Büsten sind in die Nischen der Wasserleitung gestellt, um diesich der Epheu schlingt. Es ist ein herrliches Plätzchen, undwir haben beschlossen, wenn Glück und Wetter günstig, Re-becka's Geburtstag da zu feiern. — Von da fuhren wir nachdem Baptisterium des Lateran: man geht durch einen schönen,malerischen Hof, dann durch die Kirche nach dem innern, vier-eckigen Klosterhof, der rings von einem Kreuzgang umgebenund durch zwei Reihen kleiner Säulen von dem mittleren Raumgetrennt ist. Hier sieht man einmal wieder die unermesslichePhantasie der Architekten und Sculptoren jener alten Zeit;keine Säule auf dem ganzen Gange ist der andern gleich,viele nach Art der des Domes von Orvieto aufs sinnreichsteund mannigfaltigste gewunden und mit Gold und bunter Mosaikbelegt. In der Mitte des Hofs steht ein Brunnen, angeblichder der Samariterin, in Wahrheit ein mittelalterlicher,zwischen zwei Säulen, an den Wänden ringsum sind viele