Casa ßartholdy.
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Kirchenmäuse werden es gut brauchen können; ich habe immergehört, dass man in Italien mager wird, aber wie die Beutelabfallen, davon hat man keinen Begriff. Ich bin ein Falstaffgegen meine Börse." —■
Familienbrief.
Den 9ten Jan. 1840. — — „Etwas habe ich untervielem Schönen gesehen, was mir ungemein gefallen, liebeMutter: „Es ist die Casa Bartholdy, jetzt von Engländernbewohnt, welche die Zimmer mit den schönsten Fussdecken undSopha's und zahllosen alten Möbeln und Kostbarkeiten gefüllthaben, so dass das Ganze den heitersten, angenehmsten Ein-druck macht. Sie sind so gefällig, jeden Fremden die Wohnungsehen zu lassen, und ich habe mich mit einer Mischung vonBehagen und Rührung darin umgesehen, um so mehr, da meinMann mir beschreiben konnte, wie alles früher gewesen.Denkt man sich nun die wunderschöne gewählte Sammlung-neuer Bilder, sowie die Majoliken und Vasen hinein, bedenktdabei, dass dies Frescozimmer den ersten Anstoss gegeben zuall' dem Herrlichen, was jetzt in dieser Kunst geleistet wird,so sieht man, dass hier ein feiner künstlerischer Sinn gewaltet,und freut sich der Wirkung in die spätere Zeit. Etwas Aelin-liches empfindet man in der herrlichen Villa Albani, derenunzählige Kunstschätze einst durch Winkelmann geordnet und,in wunderschöne, eigens dazu erbaute Räume vertheilt, nachherlange Zeit hindurch vernachlässigt wurden, und jetzt durchden Besitzer wieder ganz in der früheren edeln Weise her-gestellt, und auf die liberalste Weise dem Publikum geöffnetsind. Früher ging man ganz frei durch den Garten und alleRäume, seit aber vor drei Monaten ein Fremder eine Statuebeschädigt, um ein Stück davon mitzunehmen, ist der Eintrittnur in Begleitung eines Bedienten erlaubt. Ich hätte allenFremden meine Villa vor der Nase zugeschlossen, das weissich wohl! —
Den 4ten Febr. — •— Noch hängen die Orangen anden Bäumen, und andere Bäume blühen schon wieder weiss.Die Monatsrosen sind den ganzen Winter nicht „alle" geworden;
Die Familie Mendelssohn. IT. 7