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2 (1880) 1835 - 1847
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Italien.

schon darüber hingegangen. Leht wohl, es schlägt elf, undum sechs regelmässig kommen die Pifferari und blasen michauf, das ist die gottloseste Musik, die menschlicher Odem undein Bocksfell nur hervorbringen kann, es giebt nur eine nochgottlosere, das Spiel aller Organisten, die ich noch bis jetztin hiesigen Landen gehört. Das ist auch eine von den Wahr-heiten,. die man erst erfahren haben muss. Es klang mirjedesmal wie die frömmste Musik, wenn die Orgel das Maulhielt, und der Priester anfing die Messe zu lesen. Adieu,liebste Familie, könnt' ich nur dazwischen einmal einen Abendbei Euch sein, ich schlüge wahrhaftig gern eine Einladung vonL.'s deshalb aus.

Den 8ten Decbr.Gestern haben wir zum ersten Malhei Ingres (dem Director der französischen Akademie) gegessen,der uns ausserordentlich freundlich aufgenommen und sichPauls mit vieler Liebe erinnert; er nennt ihn zum Unterschiedvon Felix immer: Votre frere qui joue si hien de la hasse. Ihrwisst, dass er ein grosser Geiger vor dem Herrn ist; nachTisch wurden Trios gespielt, was jeden Sonntag geschieht, unddabei versammelt sich die ganze französische Akademie, lauterjeune France mit Barten und gestutztem Haar a la Baphael,fast lauter hübsche Leute, denen ich es nicht verdenken kann,dass sie sich nach den Fleischtöpfen Aegyptens, nach denBällen Horace Yernet's zurücksehnen, denn nach Ingres''Pfeifewird garnicht getanzt, sondern nur höchst klassische Musikgespielt, Ihr könnt uns also zuweilen Sonntags Abends mitden Gedanken bei ihm suchen. Ob ich an Felix in diesemHause dachte, mögt Ihr Euch vorstellen. Welch ein höchstgrandioses Institut ist aber diese französische Akademie, undwie glücklich sind überhaupt die französischen Künstler! FürIngres arbeitet unausgesetzt einer der talentvollsten Kupfer-stecher, Calamatta, und sticht selbst seine Portraits, das heisstdoch, es gut haben in der Welt. Und wie schön ist dieseVilla Medicis und wie beneidenswerth der Posten dieses Di-rektors, an dem ersten Kunstorte auf Erden, ausgestattet mitallen Mitteln, auf die Elite der Jugend seines Landes einzu-wirken; es kann wohl nichts Scliönres für einen Künstler