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1836—1839.
waren wir sclion wieder da, die Sonne aufgehn zu selm.Sonntag Abends waren nach langer Meeresstille endlich wie-der heftige Wellen, denen konnte ich nicht widerstehn, undging mit Antonie vom Thee fort, wir warfen uns in'sWasser, liessen uns einige Wellen über den Kopf stürmen,und gingen dann mit hängenden Haaren wieder zu unsermThee.
In Stettin hatten wir in den drei Stunden zwischen Packenund Essen durch noch soviel Zeit, einen recht unartigen Reise-streich zu begehn; wärest Du dabei gewesen, ich hätte tüch-tige Schelte bekommen, da ich es aber gethan habe, muss iclvsauch beichten. Unserm Fenster gegenüber erscholl nämlicheine wunderschöne Tenorstimme, Fanny und ich gingen ansFenster und horchten; als er fertig war, meinte ich, es wäredoch billig, dass wir dem guten Tenor auch was zu hörengäben, und wir sangen zum Fenster hinaus ein zweistimmigesLied, wir haben nämlich in Heringsdorf sehr viel gesungenund sind sehr eingeübt. Da füllten sich die Fenster gegen-über, wir wurden sehr applaudirt, und unser Tenor fing wie-der an zu singen; unterdessen waren aber die Pferde ge-kommen, und wir hörten das Ende nicht mehr, am Ende singter noch.
Ich sage nichts, wie mir's zu Muthe war in Deiner leerenStube, und bei meinen lieben Bildern, aber Du wirst Dir esvorstellen können. Nun, es muss Alles getragen, Alles ver-schmerzt sein, über Leid und Freud geht die Zeit unbarm-herzig hin. Wenigstens ist uns diese Reise gelungen, ichglaubte gar nicht mehr, dass so was möglich wäre." —