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2 (1880) 1835 - 1847
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1S361839.

könnte. *) Statt eines bekränzten Tisclies hatten wir Schinken-butterbrod auf einem mosigen Stein, statt eines Chors von zwanziggeübten Sängern haben wir beide unsern Vorrath von zwei-stimmigen Liedern ausgekramt; nur der Wald selbst war keineParodie, denn er ist so schön, wie er nur sein kann, und dieParthie war unter andern dadurch ausgezeichnet, dass zweiHerren (auf acht Damen und fünf Kinder) dabei waren.Sonntag hatten wir hier brillante Gasttafel, neunzehn Damen,sieben Kinder und drei Herren; der eine war ein jüdischesZahnärztchen aus Berlin, der zweite ein Sohn von Böckli, derdritte eine unbekannte nicht Grösse sondern Dicke."

Heringsdorf, 18ten Juli.

Rebecka an Dirichlet.

Ein besonderer Reiz dieser Gegend besteht darin,dass es unmöglich ist, auch nur zehn Schritt auf ebenemBoden zu gehn, dadurch erscheint jedes Holzscheit, jeder zu-fällig hingeworfene Gegenstand malerisch, und jeder ohneHülie erklommene Rasenhügel gewährt neue mannigfaltige An-sichten. Die Ostsee ist uns bitter verläumdet worden; sie istnicht zahm, sie ist nicht farblos, sie ist in diesem Augenblickvom schönsten Dunkelblau, viel dunkler als der Himmel, siehat auch Wellen mit weissem Schaum, die mich gehörig rothpeitschen, und der erquicklichste Seewind durchweht mich eben.Ich schreibe nämlich auf dem Akazienhügel hinter unsermHause, sehe zu meinen Füssen die Strohdächer durch dieBäume kucken, den dunkeln Wald des blauen Berges (dies istder Name, nicht poetische Bezeichnung) im Hintergrunde,Alles von der See begränzt, es ist ein herrlicher Anblick;

*) DieParodie von Felixens Waldfest" bezieht sich aufeinen grade in jenen Tagen angekommenen Brief desselben mitder Beschreibung eines ihm in Frankfurt gegebenen Festes, daser seiner Mutter geschildert hatte. Felix'sche Briefe 3ten Juli 1839.