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1836—1839.
icli (las lielle Ivind aus der Pforte kommen*) und alte Zeitwurde neu, als die mittelalterlich gekleidete junge Königindurch die an dem grauen Gemäuer stehenden rothen Helle-hardiere schritt. Es war ein ganz hübsches Bild, und grademit Sonnenblick. Möge es ein gutes Omen für ihre Regierungsein! — Jetzt nun nichts mehr; ich komme eben, sechs einhalb Uhr, ganz abgetrieben zu Haus, will nun schnell zumDinner, dann noch Abends durch Stadt und Volk, welches letz-tere ich heute besonders kennen zu lernen gedenke.
Den 29sten. Also London ist lange, und vorzüglichgestern, toll gewesen, und heut ist es abgespannt und schläft.Eiinfmalhunderttausend Fremde waren, nach der Angabe einesMinisters, zugeströmt, und selbst das weite London konntekaum die Zahl der Gäste fassen. Wohl dem, der schon unter-gekrochen war! Uebrigens ist hei alledem kein Mangel hiergewesen; ganze Züge irländischer Ochsen zogen durch dieStrassen, von ungeheuerm Mass und Gewicht, was sich denn dochalles auf Schüssel und Teller bringen liess, oder auch ausblosser Faust genossen wurde. Damit aber auch für das Augegesorgt sei, kamen Wälder und Gärten in London an, umHäupter, Busen und Balkone zu schmücken: Shakespeare'swandelnder Wald wurde wahr. Selbst von Russland sollenBlumen gekommen sein, und Eis von überall, wo es gefrorenhat, was ja überall gewesen ist. Die Vorbereitungen warensonst lustig zu sehn, aber zu gehn oder zu fahren, mussteunter die Verzweiflungen des Lebens gerechnet werden; daich nun viel fahren muss, um den Weg zu finden, fuhr ichschlecht, und brauchte überall das Dreifache der Zeit. DieKommunikation war als unterbrochen anzusehn, da Jedermann,der nicht zu Jedermann gezählt werden wollte, das Durch-drängen scheute. Gestern von vier Uhr Morgens (in London!!!)rollten nun schon die Wagen, die armen kleinen vornehmenKinder waren aus den Laken in Dress gestopft, um vor demAndrang an ihre verschiedenen Plätze befördert zu werden.
*) Der Brief trägt als Vignette eine Skizze der WestminsterAbtey-Pforte.