Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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1836 1739.

Paar machte eine Hochzeitsreise nach dem oberen Eheiii undSchwaben. Yon der frohen, ruhig glücklichen Stimmung, die heiFelix eingekehrt war, und durch den wohltliätigen Einfluss derFrau jetzt zur herrschenden in ihm wurde, möge folgenderBrief Zeugniss gehen:

Freiburg, im Breisgau, lOten April 37.

Du erinnerst Dich wohl noch, wie wir damals imRegen in den Dom liefen und ihn bewunderten, mit seinendunkelen, bemalten Fenstern; aber die Lage der Stadt konntenwir damals garnickt sehen, und was Schöneres ist mir nie vor-gekommen, kann ich mir auch garnicht erdenken: so friedlichund reich, und auf allen Seiten viel schöne Tliiiler und aufallen Seiten Berge, nahe und weite, und Ortschaften soweit dasAuge reicht, und schöne, nett gekleidete Menschen, überallrauschende Bergwasser in allen Richtungen, dazu rings umherim Thal das erste Grün und auf den Bergen der letzte SchneeDu kannst Dir denken, wie woliltlmend das Alles ist; und wennich nun mit meiner Cecile den ganzen Nachmittag heut imwarmen Sonnenschein langsam spazieren gehe, überall stehenbleibe und mich umschaue, und mit ihr von Zukunft und Ver-gangenheit spreche, so kann icli's wohl dankbar sagen, welchein glücklicher Mensch ich bin.

Ich habe vor, sehr fleissig zu sein. Ich möchte gern man-cherlei Neues zu Tage bringen, und ordentliche Fortschrittemachen; dazu scheint mir's aber nothwendig, dass ich all' dasaufgehäufte Alte erst einmal fortarbeite, und das will ichdenn den Sommer über thun, will viele alte Pläne ausführen,und die, die nicht bis zum Winter ausgeführt sind, über diewill ich dann weg und sie sollen liegen bleiben. Drei Orgel-Präludien habe ich in Speyer gemacht, die werden Dir, hoffeich, gefallen; auch ein Heft Lieder ohne Worte ist zum Druckbeinahe fertig, ich denke aber nicht so bald wieder welcheherauszugeben, und lieber grössere. Sachen zu schreiben. Miteinem Violinquartett bin ich fast fertig und will dann einzweites anfangen; es arbeitet sich jetzt gar zu schön undlustig.