Verlobung von Felix.
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Jalire an dem einen Oratorium, das ist allerdings sehr langeund ich freue mich nun auf den Moment, wo ich auch mitden Druckkorrekturen fertig sein werde und was anderes an-fangen kann. Zunächst denke ich einige Symphonien zumachen. So recht eigentlich komponirt habe ich hier nochgarniclits, siehe die erste Seite; ich hin gar zu sehr herunterdazu, Du lachtest Dich todt, wenn Du mich so sähest. —
Heut früh kamen vier Mitglieder des Cäcilienvereins, denich Mittwoch zum letzten Mal dirigirt habe, und brachten mirim Namen des Vereins ein Reise-necessaire, das viel eher einenverkappten Prinzen, als einen Musiker errathen lässt, ein Nonplus ultra von Pracht und Eleganz, aber ich werde es dochbrauchen. Oben drauf steht F. M. B. und Caecilia, was mirganz gut gefällt. —
Dieser Brief ist gewiss einer der dümmsten, aber Du bistin Franzensbad und ich soll nach Scheveningen, das ist auchvom dümmsten, wie Droysen sagen würde." —
Haag, 9ten August 36.
Felix an seine Mutter:
„Deinen liehen Brief erhielt ich vorgestern und danke Da-von ganzem Herzen dafür. Du siehst aber wohl freilich mehrin meinem letzten Brief, als ich darin sagen wollte, denn wennDu von meiner Verlobung, meinem Glück, meinen verändertenLebensplänen sprichst, so ist das Alles noch ganz im Unbe-stimmten. Aber danken muss ich Dir für die liehen, gütigenWorte, die Du mir über diese blosse Möglichkeit geschriebenhast und die ich fast als Deine Erlaubniss betrachten möchte,so zu handeln, wie ich es zu meinem Glücke nicht anderskann. Dennoch möchte ich diese Deine Erlaubniss, Deine Ein-willigung gern bestimmt besitzen, um von dieser Seite nichtmehr von Zweifeln geplagt zu sein; Dich darum zu bitten, istder Zweck dieser Zeilen eigentlich. Sage mir also, dass'Dumir auch jetzt das Zutrauen und die Freiheit schenken willst,deren ich mich schon in früheren Jahren erfreuen durfte, und