Rebecka in München.
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wölken absetzten, beschmierten drei Blätter in meinem Buchund glaubten wir zeichneten, gingen um die Stadt herum, eineehemalige Festung mit alten grauen Mauern und Thürmen, derStadtgraben verschüttet, mit Obstbäumen bewachsen, ringsumher eine Promenade unter schönen Lindenbäumen, es war einzu schöner Abend, er erinnerte mich lebhaft an unsern Spa-ziergang in Beddingen, wo wir auch zuerst die Alpen sahen.Wie wünschte ich Euch her, jetzt, da es anfängt schön zuwerden, und das ist doch erst das Vorspiel, ich bin aber schonganz entzückt. 0 Fanny! warum können wir nicht solche Reisezusammemnachen! Und warum sollte Vater das schöne Landnicht sehen! Ach, wie ist es möglich, eine frohe Stunde zu er-leben, ohne den Verlust doppelt schmerzlich zu em-pfinden !" —
Dirichlets dehnten ihre Reise noch bis Gastein aus; voneinem Ausflug nach Italien hielt die dort herrschende Choleraab, sonst, meinte Rebecka, hielte wohl nichts ab, bis Neapelzu gehn. In München fand Dirichlet die Nachricht des Todesseiner letzten Schwester;
München, löten September.
„Gestern Abend sind wir hier angekommen und haben,da wir nicht in Inspruck waren, erst heut den Tod von Di-riclüet's Schwester erfahren. Wie mir namentlich die armeMutter an's Herz geht, das kann ich garnicht sagen. Ich nmssan die selige Grossmutter denken, die immer sagte, man solleGott bitten, dass er einem nicht alles auferlegt, was man tra-gen kann. Dazu soll man so alt werden, um zehn Kinder zuüberleben! Wir haben beschlossen, ihr die einzige Freude zugönnen, die sie noch auf dieser Welt hat, mein armer Di-richlet geht noch von Leipzig aus, wohin er mich erst bringenwill, nach Aachen. Hätten wir es früher erfahren, so hättenwir ihr auch ihr Enkelchen gebracht, nun ist's aber für Wal-ter und mich zu spät im Jahre."
Dass es mir jetzt an aller Stimmung zum Sehen und Ge-niessen fehlt, könnt Ihr Euch vorstellen, am liebsten machteich mich sogleich auf den Weg. Allein wie die baare Prosa