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1836-1839.
zehnjähriges Herz, das Dich nicht ruhen lässt, weil Felix ver-liebt ist. Kann Dir Dr. W. kein Pülverchen gegen die Jugend-lichkeit des Gemüths verschreiben? Aber agitant ist es auchfür eine Schwesterseele, und wüssten wir nur erst was Be-stimmtes! Etwas Ordentliches wird er sich wohl ausgesuchthaben. Der Mann hat Geschmack. Soll ich meine Einbildungs-kraft auf Jeanrenaud oder Soucliay richten ? Theile mir DeineGedanken darüber mit. —
Hier sind unglaubliche Festivitäten los, gestern war eingrosser Ball für König Otto und die Königin von Bayern. Derganze Brunnen illuminirt, viel Eleganz, Küssen, Adel „un DeineDochter ooch." Wollt Ihr Euch Otto vorstellen, so denkt Eucheinen kleinen, magern, kränklichen, farblosen Schuhring, dereinen Fuss schleppt, keine Vorderzähne hat, Avas man seinerSprache auch anhört, und sehr harthörig ist. Aber doch hatmich das arme Wurm gerührt und die schweren Füsse warenwohl weniger an seinem schlechten Tanzen schuld, als dasschwere Herz, das mithüpfen musste. Ich habe mir die ihnumgebenden Griechen genau angesehen, welcher ihn Avohl stran-guliren Aviirde, sie haben Alle boshafte und garniclit helle-nische Physiogonomieen, ausser dem einen, Mauromichalis, densie auch for show in griechisches Kostüm gesteckt haben. Ichhatte einen guten Platz und konnte die ganze Hundekomödierecht in der Nähe sehn, Avie der Ceremonienmeister sie reihen-weise vorstellte, die Königin Jedem was Angenehmes sagte,Avie die sehr hübsche Tochter des Herzogs A r on Oldenburg denKammerherrn abschickte und K.'s ScliAviegersohn zum Tanzauffordern liess, und Avie sie knixten und kein Ende. 0 Welt!Getanzt haben nur die russische Klique und die höchsten Herr-schaften. Die Russen äffen hier ihr Reich im Kleinen nach,dominiren Alles, thun, als ob sie zu Hause Avären, spielen aufder für alle Welt zum Gehen bestimmten Promenade ZeckAvobei die Männer mit ihren ungebildeten Knutenstimmen schreienAA 'ie besessen, und den, ich selbst kann's nicht läugnen, sehrhübschen Frauen beinahe die Kleider vom Leibe reissen. KeinAnderer, vornehm oder niedrig, wagt sich an sie heran. EineFrau von M. ist unter ihnen, bei der werden mir Armide,