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2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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Rebecka in Franzensbad.

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ist, bin ich ein ganz anderer Mensch geworden, ich habe, wieK. sagt, ein gutes humeur, das Wetter ist schön, wir habeneinige angenehme Bekanntschaften gemacht, mit denen Dirichletauch zufrieden ist, wir leben den ganzen Tag im Freien,machen Partliieen, das Bad bekommt mir - gut, kurz, es istAlles besser geworden. So lange ich allein hier war, kam ichmir vor, wie ein verirrtesSchaf", wusste garnicht, wo ichmich hinwenden sollte, hatte Furcht vor bösen wie vor freund-lichen Gesichtern. Nun wird nach dem Trinken im Park ge-frühstückt, Einer ladet den Andern ein, und man bringt seinerespektiven Kaifeetisclie zusammen. Mittags wird im Kursaalegegessen, Nachmittags spazieren gefahren, wobei wieder Kaffeeine Holle spielt, oder es ist Salon im Park; wenn wir nurgutes Wetter behalten, so wirdEnde gut, Alles gut" aufge-führt, und der melancholische Anfang vergessen. Heut warOttokind*) hier und der ganze vornehme und niedere Pöbelmaulaifte auf der Strasse. Wir haben uns nicht von unsermFleck im Park gerührt; Tugend wird aber belohnt, er spaziertedicht an uns vorüber und unterhielt sich mit den benachbartenR.'s, so dass ich ihn ganz genau sehen konnte. Er sieht auswie nisclit.

David's Verlobung mit ganz Russland**) hat mich mehrgefreut als überrascht. Nun muss Felix Ernst machen, daseine erste Geige ihm vortanzt, ich werde ihm auch noch denText darüber lesen. Aber es ist eme göttliche Geschichte.Hier amüsirt sie mich doppelt, weil ich die abgeschmacktstolzen russischen Adligen in der Nähe sehe, die allen Leutenaus dem Wege gehen, um womöglich nicht dieselbe Luft mitihnen zu athmen; mich wundert, dass sie aus einem Brunnenmit der Canaille trinken. Uebrigens" habt Ihr, Mutter undFanny, ein Paar himmlische Briefe geschrieben; wenn ich gross-müthig wäre, ich schickte sie zurück, damit ihr was Hübscheszu lesen hättet. Aber Du, liebe Mutter, zähme Dein seclis-

*) Der damalige König von Griechenland.

**) Concertmeister David in Leipzig heirathete eine russischeFürstin.