Erste Paulusauffübrung.
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Ach Beckchen! Eine Ouvertüre zur Leonore haben wirke nnengelernt: ein rares Stück! Sie ist notorisch nie gespieltworden, sie gefiel Beethoven nicht, und er legte sie hei Seite.Der Mann hat keinen Geschmack gehabt! Sie ist so fein, sointeressant, so reizend, wie ich wenig Sachen kenne. Haslin-ger hat eine ganze Auflage gedruckt und giebt sie nicht aus.Vielleicht thut er's nach diesem hiesigen Erfolg." —
Am zweiten Tage wurde die 9. Symphonie aufgeführt.Ein Beweis dafür, dass wirklich auch bei den musikalischstenMenschen lange Zeit und tiefe Bekanntschaft mit diesem-Werkdazu gehört, um es gerecht zu würdigen, ist, was Fanny, diesie bis dahin nur aus dem Lesen der Partitur gekannt hatte,über die Aufführung schreibt: „Diese kolossale 9. Symphonie,die so gross und zum Theil so abscheulich ist, wie nur dergrösste Mann sie machen kann, ging wie von Einem execu-tirt: die feinsten Nüancen, die verstecktesten Intentionen kamenan den Tag, die Massen sonderten sich, sie ward verständlich,und ist denn also wirklich zum grössten Theil hinreissendschön. Ein kolossales Trauerspiel, mit einem Schluss, derdithyrambisch sein soll, aber nun auf seiner Höhe umschlägtund in sein Extrem fällt, in's Burleske."
Fanny schliesst den Bericht ihrer Reise in.ihrem Tage-buch mit den Worten: „Ich fühle wohl, dass es für eine Fraukerne Vergnügungsreise ohne Mann und Kind geben kann,und werde mich auch nie ohne Noth von Einem von ihnenoder Beiden trennen." —
An Klingemann aber schrieb sie:
Ilten Juni 1836.
Motto: Luft im Laub und Wind im RolirUnd Alles ist zerstoben.
„Und war doch schön!
Bis ich nun aber nicht aus Düsseldorf erfahre, wie Siedort mit einander bis zum nächsten Tage gelebt, von Ihnen,wie Sie abgereist, welche Miene Ihnen Brüssel und Antwerpen