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1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
Seite
376
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Das Jahr 1835.

den" zu thun hatte, sondern eine freie Gesellschaft, die zusam-mengetreten war zu dem Zwecke, gute Musik zu machen, undeinen Director anzustellen wünschte, der im Stande wäre, zudiesem Zwecke die geeignetsten Mittel zu ergreifen. AuchLeipzig war eine mittelgrosse Stadt Deutschlands, in der dasLeben ein Felix sehr zusagendes war. Was in Düsseldorf dieMalerschule that, ein geistiges frisches Element in das Treibenzu bringen, das that in Leipzig der grosseVerkelir der Handelsstadt,namentlich der buchhändlerische und die Universität. Aberausserdem hatte Leipzig grosse Vorzüge. Das Institut derGewandliaus-Concerte war ein altes, längst begründetes undseit 56 Jahren fest bestehendes. Das war wesentlich günstiger,als in Düsseldorf, wo Vieles noch in den Anfangstadien desVersuchs steckte; es hatten sich ordentliche gescliäftsmässigeFormen ausgebildet, die Wirkungskreise waren sicher abge-grenzte, von Kompetenzkonflikten, wie in Düsseldorf, konntenicht gut die Rede sein; und da Felix unter solchen unsicheren,tappenden Umständen gerade in Düsseldorf gelitten hatte, sowar dies auch das Erste, was ihn in Leipzig sehr angenehmberührte.

Auch die Erinnerung an Seb. Bach und sein Wirken alsKantor an der Thomaskirche zu Leipzig war für Felix, dersich so ganz in Bach versenkt, der seine Matthäuspassionwieder zu Ehren gebracht hatte, verlockend.

Rechnet man zu alledem die bedeutend grössere Nähe vonBerlin, die damals, wo noch keine Eisenbahn existirte, vielmehr in's Gewicht fiel, als dies jetzt der Fall sein würde, soliegen die Vorth eile der Uebersiedelung nach Leipzig auf derHand. Felix kam dem die Unterhandlung Anknüpfenden aufdie erste Anfrage bereitwillig entgegen, bat nur um Aufklärungeiniger Punkte, unter denen der hauptsächlichste der war, ober nicht einen Andern durch seine Annahme von diesem Postenverdrängen würde, in welchem Falle er unbedingt nicht daraufeingehen könnte. Alle seine Zweifel wurden jedoch zu seinervollkommenen Zufriedenheit erledigt, und im Herbst 1835 trater die Stelle als Kapellmeister der Gewandliaus-Concerte an.

Bald darauf (13. November 1835) schrieb er an Fanny: