Anknüpfungen mit Leipzig.
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Der Brief schliesst: „Mein Oratorium wird erst im No-vember in Frankfurt aufgeführt werden, wie mir Schelbleschreibt, und so lieb es mir wäre, wenn Du es bald hörtest,so möchte ich doch noch lieber, Du hörtest es bei dem Musik-fest im nächsten Jahr, zuerst. Um dies bestimmt anzunehmen,habe ich mir vorbehalten, die Aufführung in Frankfurt abzu-warten, damit ich selbst es erst höre und wisse, ob es für das Mu-sikfest passt; aber wenn das der Fall ist, wie ich hoffe undwünsche, so wird sich's da viel schöner ausnehmen, und dannist es das Musikfest, das Du lieb hast, und Pfingsten stattNovember, und besonders werde ich dann schon wissen, ob esDir gefallen wird oder nicht, worüber ich jetzt noch nichtsicher bin."
Als jenes Musikfest mit dem Paulus gefeiert wurde, sahFelix den Vater nicht unter den Zuhörern, da hatte er denersten grossen Schmerz seines Lebens schon erlitten.
Durch alle die Theaterverhältnisse, namentlich durch dengespannten Fuss, auf den Felix mit Immermann gekommenwar, hatte sich allmählich das Düsseldorfer Leben wenigerangenehm gestaltet, als zu Anfang. Ein hauptsächlicher Mangelwar wohl das erst Werdende aller Institute; auf das einmüthigeZusammenwirken freiwillig sich betheiligender Menschen, dieim Uebrigen die verschiedensten Zwecke hatten, war allerErfolg basirt. Das giebt eine Zeit lang ausserordentliche Re-sultate, aber eben nur so lange die Einmüthigkeit und dasZusammenhalten dauert. Nun zeigten sich aber schon anmanchen Stellen bedenkliche Risse; die Einigkeit, die mehrals in einem grossen Menschenwesen in einer kleinen Stadtschwierig zu erhalten ist, verschwand. Und gerade in dieserZeit — es konnte kaum ein Moment gedacht werden, der Felixin einer günstigeren Stimmung für die Annahme gefunden hätte— kam eine Aufforderung zur üebernahme einer anderenStellung, der Direction der Gewandliaus-Concerte in Leipzig.Und wie der Augenblick ein günstiger war, so war auch dieStelle eine solche, wie sie ihm nicht besser hätte passen können.
Die Annehmlichkeiten waren dieselben, wie in Düsseldorf.Auch diese Stelle war keine staatliche, keine, die mit ..Beliör-