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Das Jalir 1835.
und Begeisterungssache, für Felix lag die Herzens- und Be-geisterungssaclie ganz wo anders, in seinen eigenen Compo-sitionen.
So grosses Vergnügen er auch namentlich von der oben-erwähnten Wasserträgervorstellung hatte, so war ihm dochschon damals" vieles an dem Theaterwesen, die Schauspieler-geschichten, das Effektsuchen und Effektmachen, die Zeitungs-klatschereien, namentlich aber das Zeitraubende, das ihn „vonseinem eigentlichen Zweck, den eigenen Arbeiten", zu weitentfernte, unangenehm. Daher übernahm er auf der bald nachdem Wasserträger abgehaltenen Theaterkonferenz nur die obereAufsicht über die musikalischen Geschäfte, Zusammensetzungdes Orchesters, Engagement der Sänger und die monatlicheAufführung einer Oper; er verzichtete auch auf das Gehalt, fürwelches nun ein zweiter Dirigent angestellt wurde; er wolltebeim Theater nur ganz unabhängig und nur als Freund derSache stehn. Eine solche Stellung ist aber auf die Dauer nichthaltbar; um so weniger bei dem gewissenhaften NaturellFelix', der sich nicht entscliliessen konnte, die Sache lässigzu behandeln, sie eben gehen zu lassen, sondern der, so langeer dabei war, mit ganzer Pflichttreue und grossem Eifer dabeiwar, bis es ihm gradezu unerträglich wurde. Dieser Zeitpunkttrat ein, als im Herbst des Jahres 1834 die neuen Contrakteund Engagements anzufertigen und darüber zu unterhandelnwar. Schon aus jener kleinen Geschichte mit dem Kirchen-musikanten haben wir gesehn, welch ein weiches, zartempfin-dendes Herz Felix hatte; das war nicht dazu angetlian, mitdem vielen Gesindel, das an einem — namentlieh kleinstädtischen— Theater hängt, sich kerumzustreiten. Er hat uns die „Lei-den eines Düsseldorfer Intendanten" in einem Brief an Rebeckarecht anschaulich selbst beschrieben. *)
Das Traurigste an der Sache war, dass das Verliältniss zuImmermann, welches vorher ein so ausserordentlich gutes ge-wesen war, jetzt zuerst ein kühles, dann beinahe ein feindlicheswurde. Freilich war der Antagonismus beider Naturen in die-
*) Brief vom 23. November 1834.