Egmont. Wasserträger.
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Ganze ging so nervös, gespannt, zitternd durcheinander, dass schonbei dem zweiten Musikstück die ganze Düsseldorfer Oppositioniivs Feuer gerietli, und klatschte und rief und weinte durcheinan-der. Einen bessern Wasserträger als meinen Günther habe ich niegesehen — das war alles so liebenswürdig und natürlich, und einbischen ordinär dabei, damit die Noblesse nicht gar zu fabel-haft wäre. — Er wurde ungeheuer fetirt und zwei Mal heraus-gerufen; das verdarb ihn für's zweitemal, wo er dann gleichzu viel auftrug und zu sicher schien; aber das erste Mal hättetIhr ihn sehn sollen. Das war mein vergnügtester Theater-abend seit langer Zeit, denn ich nahm an der VorstellungTheil, wie ein Zuschauer, lachte und klatschte mit und schrieBravos hinauf, dirigirte dabei munter fort, die Chöre im zwei-ten Akt klangen wie aus der Pistole geschossen. Im Zwischen-akt war die ganze Bühne voll Menschen, die sich freuten undden Sängern gratulirten, und sogar das Orchester klappte bisauf einige Placker, wo ich sie, trotz alles Ermahnens undDrohens während der Vorstellung nicht dazu bringen konnte,die Augen von der Bühne weg und auf die Noten zurichten."
Diese Stellen wurden hauptsächlich deshalb aufgenommen,weil aus ihnen klar hervorgeht, woran die Harmonie zwischenFelix und Immermann scheitern musste. Beide sahen die Sachevon einem gar zu verschiedenen Gesichtspunkte an; Felixamüsirte die Don Juan-Geschichte, über die Immermann vorKränkung ein heftiges Fieber bekam. Ersterer hatte an denAufführungen Freude, die Immermann als die ernsteste Sachevon der Welt ansah. Felix schreibt an seinen Vater: „Einegute Aufführung im Düsseldorfer Theater geht freilich nichtdurch die Welt und wohl kaum über die Düssel, aber wennich selbst und alle Menschen im Hause sich recht durch unddurch an der guten Musik erfreuen und erwärmen, so ist dasauch was Hübsches." — Immermann war bereit, diesem Unter-nehmen, das Felix als etwas schliesslich doch Nebensächlichesbehandelt, seinen ganzen Lebensberuf zum Opfer zu bringen,und ihm all' seine Kräfte ausschliesslich zu widmen, mit einemWorte, Immermann war das Düsseldorfer Theater Herzens-
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