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1 (1880) 1729 - 1835
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Belgien.

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und ein grosser Theil der herrlichen, eigenthümlichen altenHäuser durch nichtssagende neue ersetzt. Indess ist nochgenug des Schönen übrig gehlieben, um zehn Städte wie Ber-lin (sagen Sie's nicht wieder) damit ausstatten zu können. Dievielen Quais, die zahllosen Brücken, das ganze kuriose Wasser-wesen, die schönen alten Kirchen (der grössere Theil des be-rühmten Altarbildes von Eyk ist dort, von dem wir den klei-neren Theil hier besitzen), Alles dies macht aus Gent einein ihrer Art nicht weniger interessante Stadt, als es Brüggein anderer Weise ist. Von da gingen wir nach Antwerpen,was für uns der Kulminationspunkt wenigstens dieser Rück-reise war, eine königliche Stadt! Nie habe ich Hensel soentzückt gesehn, als in der Kathedrale, welche das berühmte,grösste Bild von Rubens, die Kreuzabnahme, enthält. Ich ver-sichere Sie, wäre eine Möglichkeit der Ausführung vorhandengewesen, wir hätten uns mit Leichtigkeit entschlossen, inAntwerpen zu bleiben. Rubens kann man nur da kennen ler-nen, mehrere Kirchen und das Museum enthalten Meisterwerkevon ihm, von denen man nirgend anderswo ehie Idee bekommt.Dabei sind die Strassen und Bassins von der höchsten Gross-artigkeit.

In Brüssel hatten wir mehr ein geselliges Leben zu führen,da wir mehrere sehr angenehme Bekannte dort fanden, diesich freuten, Schulden der Gastfreundschaft abtragen zu können,doch sahen wir auch, was in zwei Tagen irgend möglich war.Wir kamen noch durch Löwen, wo wir das berühmte Ratliliaus' und eine sehr merkwürdige Privatsammlung sahen, wo wir unsnur gerade lange genug aufhielten, dem Dom und mit ihm fürdiesmal allen Herrlichkeiten aller Kunst Lebewohl zu sagen;wir eilten nach Bonn, wo wir mit Dirichlet's zusammen trafen,und uns einiger Ruhetage erfreuen wollten, denn wir warenerschöpft von acht Tagen des herrlichsten Reisens und ichbesonders von einem Zustande steter Bewunderung, der äusserstangenehm, aber auch höchst ermüdend ist."

Der Morgen des 19ten wurde in Bonn froh mit denschönsten Plänen zu einer gemeinsamen, gemächlichen Rück-reise verplaudert, die für alles erlittene Reiseungemach ent-