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1 (1880) 1729 - 1835
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Das Jahr 1835.

sande und einer natürlichen Chaussee von Muscheln, einen ganzwunderlich reizenden Weg, auf dem man stundenlang nichtsals links die Meerlinie und rechts das Dünenmeer sieht. AusVersehen kamen wir nach Ostende, wo wir meine Schwesternicht mehr, dafür aber zum letzten Mal das Meer bei vollerFluth sahen, und gelangten Nachmittags nach Brügge, wo wirdie paar letzten Stunden des Tages und die paar ersten desfolgenden mit Besichtigung dieser alten, wunderbaren Stadtzubrachten. Ich weiss nicht, ob Sie Belgien kennen und be-finde mich also in der höchsten Gefahr, Ihnen lauter Dinge zuerzählen, die Sie zehnmal besser wissen als ich, aber never mind,wess das Herz voll ist, dess fliesst die Feder über, und dassmein Herz noch immer Belgiens voll ist, das kann ich nichtläugnen. Wenn Sie in Brügge durch die wohlerhaltenen, rein-lichen Strassen des fünfzehnten Jahrhunderts nach dem Hospitalgehen, wo Hemelink eben krank lag, und nach seiner Genesungzum Dank das schöne fromme Bild malte, wenn Sie die an-muthigen barmherzigen Schwestern innen gemalt in goldenenRahmen knieend, und dann dieselben frischen Gesichter inihrer Kirche betend, oder in Haus und Hof menschenfreundlichgeschäftig, wenn Sie dasselbe katholische Volk in derselbenalten Tracht und den ernsthaften schwarzen Mänteln in dienämlichen altherrlichen Kirchen wandeln sehn, so bemächtigtsich eine unwillkürliche Täuschung der Seele und der Sinne.Sie möchten den ersten Vorübergehenden fragen, wo der edleMeister Hemelink oder die Brüder Eyk wohnen, und wenn ervorüberginge, ohne Ihnen zu antworten, so würden Sie nurdenken, er verstehe kein Deutsch und Sie kein Flämisch.

Den andern Tag fuhren wir nach Gent, mit dessen Be-sichtigung wir wieder den Rest der hellen Stunden verbrachten,und zwar in so grässlichem Regen und Schmutz, dass jedeVorsicht unnütz erschien, und ich am Ende geradezu ging,ohne irgend mehr meinen Weg zu wählen. Zu Hause angelangt,mussten wir einen völligen Trockenplatz anlegen. Gent hateinen ganz andern Charakter als Brügge, und zwar vielmehrden des sechzehnten Jahrhunderts, so wie Antwerpen den dessiebzehnten Jahrhunderts. In Gent wird leider viel erneuert