Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
Seite
338
Einzelbild herunterladen
 

338

18301834.

Erziehung war, der ruhigen Hartnäckigkeit, mit welcher alleinsie die tausend Gefahren bekämpfen und besiegen konnten, diesie umgaben, die fast nie, oder doch nur in .den äusserst sel-tenen Fällen des Enterns in wildes Getümmel, in persönliche,individuelle Handlungen übergehende Tapferkeit, welche dannauch nach errungenem Siege oder erlittener Niederlage sofortihre Wirksamkeit und Bedeutung aufgiebt, daher müde, still,in sich gekehrt, finster, vielleicht roh, aber ruhig in allen Be-wegungen, gemessen, in ihrer äussern Erscheinung respektabel.Es leben ihrer an Viertausend in dem aus zwei durch ehiengrossen Platz getrennten und durch zwei eiserne Gitter ver-bundenen, einander ganz gleichen Gebäuden bestehenden Hospi-tal. Die langen Bäume, aus denen beide bestehen, sind aufder den Fenstern gegenüberliegenden Seite in lauter gleicheKabinette, oder Kajüten ähnliche Zellen von etwa fünf Fussbreit und sechs Fuss lang abgetheilt, in deren jeder Einerwohnt und deren letzte, an die Wand gelehnte Seite von demBett eingenommen wird. Dieses bekommen sie, die ganzeübrige Ausstattung und Möbelirung derselben aber muss einJeder zubringen. In einer Höhe von sieben Fuss etwa istjedes Kabmet durch eine bewegliche Decke geschlossen, diewir alle offen gefunden, welche die Bewohner aber Nachts,oder wenn ihnen kalt ist, schliessen können, in jedem Saaleist ein grosser Kamin, sonst habe ich keinen Erwärmungs-apparat gesehen. Von einer Bibliothek keine Spur; aber beiManchen fand ich Bücher aufgestellt und Karrikaturen bei sehrvielen. In allen Kabinetten ohne eine Ausnahme die höchstemusterhafteste Keinlichkeit und, schon von dem engen Baumgebotene, Ordnung. An den Tagen, an denen das Publikumzugelassen wird, und ich glaube gehört zu haben, dass diesan allen Wochentagen geschieht, sind alle Thüren aller Kabi-nette offen und es kann sich also ein Jeder selbst von demZustande überzeugen. Eine bessere Kontrole für die Bewohnersowohl, wie für die Behörden ist nicht denkbar und das Be-sültat derselben fällt in die Augen. Jeder Saal führt denNamen eines Schiffes und, soviel es sich thun lässt, werden,die auf einem Schiff zusammengedient haben, auch in denselben