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1830—1834.
jungen Kapuziner, interessant und gut, icli kann, um den Frie-den zu erhalten, höchstens die Hälfte zugeben. Der alte,Pater, der die Beichte empfängt, ist hart und grimmig genug;von dem jungen aber habe ich, Michel Wolf eingedenk, be-hauptet, er habe zu beichten eingenommen; das Mittel fängtan zu wirken, und er ist eben im Begriff, die Beichte zuvomiren. Uebrigens eine Unzahl der schlechtesten Portraits,Familienbilder, Landschaften, kurz —- ein Gräuel.; schade umeinen grossen, von oben sehr günstig beleuchteten Saal, inwelchem die Missgeburten hingen.
Dass in unsern Zeitungen nichts über das DüsseldorferFest steht, beunruhigt Dich sehr, liebe Lea, und Du willstvon uns den Grund wissen? Ich für meine Person kann mirnur einen dafür denken. Es würde nämlich, wenn es gut ge-macht wäre, einen interessanten und amüsanten Artikel geben,mit welchem unsere Zeitungen ihre Leser nicht zu verwöhnenbedacht sind."
6. Juli 33.
„— Ich fange a tout hasard schon heute wieder einenneuen Brief an, obschon erst gestern einer abgegangen undvon Euch bis diesen Augenblick kein neuer angekommen ist.Der Westwind macht sich aus meiner Ungeduld nichts undwird nicht eher Ostwind werden, bis ich überschiffen will under mir entgegenblasen kann. Ich muss es wohl nur der un-vermuthet langen Abwesenheit von Euch, der hauptsächlichdurch die Sprache so ganz veränderten und wie ein neuesKleid unpassenden Umgebung, der dadurch plötzlich abge-rissenen Gegenwart beimessen, dass ich hier mehr und öfteran frühere, vergangene Zeiten denke, als sonst irgendwo, undLondon sich mehr an Hamburg knüpft als an Berlin. So lebeich die Sommer von 1808 und 1809 hier wieder fast in jedemTage durch, in dankbarer Erinnerung des Guten, was mir mitDir und durch Dich geworden ist. An unsern wunderbarschönen Pavillon in Flors Hof, auf der Elbe, auf der wir untenschöne Schiffe fahren sahen, denke ich nicht allein jeden Tagin dem nebligen, räucherigen, schwerluftigen, nervenbedrücken-