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1 (1880) 1729 - 1835
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Portraitsammlung. Sonntagsmusiken.

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wurde, oder die lebhafteste Unterhaltung im Gang war, ge-zeichnet, manchmal sogar, ohne dass sie es selbst wussten.Das eben gab die Lebendigkeit und Natürlichkeit von HenselsAuffassung) dass er kein steifes, gelangweiltesSitzen" ver-langte, sondern den Menschen frei gewähren, sprechen undsich bewegen liess. Und hatte er so ein eigenes Talent, dasLeben aufzufassen, so besass er andererseits die Gabe, denTod würdig, ernst und schön darzustellen, eine Gabe, die sichselbst in den schwersten Momenten des Lebens bewährte.Wie vielen hat er so noch die letzten Züge geliebter Menschenzu bleibender Erinnerung festgehalten der Familie nicht amwenigsten. Schöneres kann man kaum sehn, als die Todten-bilder von Schinkel, von Fanny, von Felix, letzteres ist daseinzige wirklich gute Bild, was von ihm existirt.

Die Sonntagsmusiken fingen auch in dieser Zeit an, einestehende Institution zu werden, und wie alles Derartige, ein-mal angefangen, die Tendenz hat zu wachsen, so war es auchliier. Sie waren für Fanny, was für ihren Mann die Albumswaren. Aus kleinen Anfängen, aus der Vereinigung dernächsten Freunde am Sonntag Vormittag, dem arbeitfreienTage, entwickelten sich allmälig wohlvorbereitete Aufführungenmit Chor und Sologesang, auch Trio und Streichquartett vonden besten Kräften Berlins, vor einem zahlreichen, alle Räumeausfüllenden Publikum. Viele Jahre gehörte es zum gutenTon in Berlins musikalischen und leider! auch nicht musika-

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lischen Kreisen, zu diesen Musiken Zutritt zu haben. Ammeisten Freude hatte Fanny dabei an dem trefflich geschultenkleinen Chor und an dem Einstudiren der Sachen mit diesem,was gewöhnlich Freitag Nachmittags geschah. An einemschönen Sommermorgen konnte es aber auch nichts Hübscheresgeben, als den Gartensaal, mit dem Blick auf die herrlichenLaubparthien des Gartens, angefüllt mit einer dichtgedrängtenMenge munterer, festlich gekleideter Menschen, und sie amFlügel mit ihrem Chor irgend ein altes oder neues Meisterwerkaufführend. Hatte Ilensel ein Bild der Vollendung nahe, sostanden wohl die Atelierthüren offen und ein ernster Christussah auf die bunte, moderne Welt hernieder, oder Mirjam, den