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1830—1834.
geistigte Auffassung eines geistreichen, künstlerischen Augesdarstellen und so eine zwingende Gewalt auf den Beschauerausüben. — Die gelungeneren unter den Zeichnungen dieserletzten Bände gehören wohl zu dem Vollendetsten, was ^insolcher Art von irgend einem Künstler geschaffen worden ist.•— Aber noch in anderer Beziehung haben die Albums grossenWerth; und zwar einen Werth, der sich mit der Zeit sehrsteigern wird; sie sind interessante Kostüm- und Trachtendar-stellungen über einen Zeitraum von beinahe fünfzig Jahren.Und schliesslich gewähren die fast ausnahmslos den Bildernbeigefügten Autographen der dargestellten Personen noch einganz besonderes Interesse; — allerdings fast nur in formellerHinsicht; denn unter den vielen Hunderten von Unterschriftensind kaum ein Dutzend wirklich hübsch und charakterisijich.
Uns aber giebt die Sammlung ein lebendiges Bild vonder ausgebreiteten Geselligkeit des Henselschen Hauses. Allediese, gewöhnlich durch irgend eine hervorragende Eigenschaft —•Geist, Talent, Schönheit, und wäre es auch nur Hang — aus-gezeichneten Personen standen in mehr oder weniger nahenBeziehungen zu Hensels und Hendelssohns. Dass die Künstler-welt am reichhaltigsten vertreten ist, liegt in der Natur derSache. Von bedeutenderen Musikern wären zu nennen:C. M. v. Weber, Zelter, Paganini, Henselt, Gounod, Hiller,Ernst, Liszt, Clara Schumann, natürlich Felix in verschiedenenBildern; die Malerei ist u. A. vertreten durch Cornelius, Ingres,Horaee Vernet, Magnus, Kopisch, Verboeklioven, Kaulbach undMax v. Schwindt; das Theater durch die Milder, die Rachel-Felix,Seydelmann, die Novello, Lablache, die Grisi, die Pasta; dieUhgher-Sabatier, die Schröder-Devrient. Die Litteratur sendetals Repräsentanten La Motte Fouque, Theodor Körner, Cl.Brentano, Bettina von Arnim, E. T. A. Hoffmann, Tieck, Varn-hagen, II. Heine, Goethe, Steffens, die Austin, Paul Heyse;Thorwaldsen, Rauch und Kiss repräsentiren die Bildhauer,Schinkel die Architekten; während von Männern der Wissen-schaft Hegel, Gans, Dunsen, Humboldt, Jacob Grimm, Lepsius,Böckh, Quetelet, Jacoby, Dirichlet, Ranke und Ehrenberg sichfinden. Sie wurden fast alle Abends, während Musik gemacht