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1830—1834.
Hause zu thun, dass er jeden freien Augenblick seiner Frauwidmen, dass sie häufig' im Atelier sein, mit ihrer Arbeit da-selbst sitzen und docli den Haushalt und ihr Kind im Augebehalten konnte. Im Januar 1831 bezog er dies Atelier underöffnete gleichzeitig ein Sclittleratelier, was an das seinigeanstossend gebaut war lind sogleich von mehreren jungen Leutenbesucht wurde, die übrigens auch, wo es anging, zu allenFesten, Geburtstagen, Weihnachten zugezogen wurden und durchHeiterkeit und witzige Einfälle viel zu dem Gelingen allerVergnügungen beitrugen.
Hensel entwickelte in diesen glücklichen Verhältnisseneine unter so günstigen Bedingungen sehr erfolgreiche Thätig-keit. Gleich Morgens nach dem Frühstück ging er ins Atelierund arbeitete hier fast ohne Unterbrechung bis zum Dunkel-werden. Nach dem Essen, was um halbfünf Uhr stattfand,wurde entweder im Sommer noch gemalt, oder, wenn es schonzu dunkel war, im Garten die notliwendige Bewegung undGenuss der frischen Luft gewöhnlich bei dem durch ihn nachBerlin verpflanzten und mit Leidenschaft kultivirten Bocciaspielgesucht. Für die Abende aber, namentlich im Winter, woder Garten keine Zerstreuung bot, hatte er wieder künst-lerische Beschäftigung mit dem Bleistift. Die Portraitsammlungwuchs durch diese Abendthätigkeit zu achtungswerther Grösse.Aus unbedeutenden Anfängen war sie entstanden; kleineBüchelchen nahmen hin und wieder das Bild irgend einesFreundes, flüchtig gezeichnet, auf. Allmälig aber vergrössertesich das Format und mit des Künstlers wachsender Virtuositätin der Behandlung des Bleistifts und im Auffassen der Aehn-liclikeit wurden auch die Portraits schöner und ausdrucksvoller.Bald wurden diese Sammlungen bekannt, die Bände mehrtensich und er hinterliess deren siebenundvierzig mit über tausendKöpfen.*) Die früheren Zeichnungen sind ausschliesslich mitdem spitzen und ziemlich harten Bleistift gemacht: die Formenscharf mit Linien umschrieben, aber noch ziemlich steif, dieAusführung des Details sehr sauber und fein, aber ängstlich;
*) Im Besitze des Verfassers. Einige der interessantesten Blätter sind in vor-züglicher phototypischer Nachbildung veröffentlicht.