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1 (1880) 1729 - 1835
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Leipziger Strasse No. 3.

neugierig, zu verdreht. Da ich aber versprochen habe, einTagebuch nach Berlin zu senden, so falle ich also gleich mit.der Thür in's Haus und melde, dass wir gestern, 22. MärzAbends 8 Uhr, in Paris eingerückt sind. Als wir die Barrierede Parttin passirt hatten, fuhren wir eine starke Viertelstundeim schärfsten Trabe der tüchtigen Pferde durch einen neuen.Stadttheil von Paris, den Vater noch garnicht gesehen hatte.Das ist der Faubourg St. Lazare. Es sieht zwar noch an manchenStellen sehr öde und confus da aus, doch meistentlieils stehenschon Häuser da. Wir kamen nun bald in die alte Stadt undendlich auf den Boulevard. Das ist ein Lehen und Treiben,ein Bassein und Schnarren, ein Schreien und eine Lustigkeitunter den Leuten; alle Läden sind mit Gas vollkommen er-leuchtet und auch auf den Strassen verbreitet dies solche Helle,Mass man bequem lesen könnte. Es ist so laut und so hell da,

wie etwa hei einer Illumination in Berlin. Leo und Meyer

besuchten uns ganz früh schon und schienen ganz verwundert,dass ich mich ihnen nicht mehr auf den Scliooss setzte, keine«Stühle umwarf, kein Geschrei machte u. s. w. Wir besuchtennun Tante Jette und trafen sie schon auf der Strasse, auf demWege zu uns. Ihr mildes, ernstes, lebhaftes und überaus gütigesWesen machte einen nicht geringen Eindruck. Und wie geist-reich spricht sie! Wie freue ich mich darauf, sie Euch zurük-zubringen."

Den 1. April 1825.

,, Montag früh besuchte ich Hummel und fand beiihm Onslow und Bouclier; der erkannte mich erst nicht,als er aber meinen Namen hörte, wurde er wie toll, um-armte mich hundertmal, lief in der Stube herum, brüllte undweinte, hielt mir eine übertriebene, unsinnige Lobrede gegenOnslow und lief mit mir fort, um Vater zu sehen; da der abernicht mehr zu Hause war, so machte er im Hotel einen Lärm,dass die Leute zusammenliefen, nahm Abschied, rannte mirdann auf der Treppe nach, umarmte mich etc. Gestern frühkam er mit vier Trägern zu uns gerumpelt und brachte denFlügel seiner Frau und nahm sich unser schlechtes Instrumentdafür."