Reise nach Paris.
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Jessonda einzustudiren und trotz, oder vielleicht gerade wegender allergrössten Hindernisse, die Spontini ihm in den Weglegte, nahm das Publikum Spolir und sein Werk mit um sogrösserem Beifall auf. Spohr kam viel in's Mendelssohn'sclieHaus und die im Jahre 1822 in Kassel angeknüpfte Bekannt-schaft nahm einen erfreulichen Fortgang.
Zu all diesen musikalischen Anregungen kam für Felix imMärz 1825 ehre Reise mit seinem Vater nach Paris, unter-nommen, um Henriette nach Deutschland zurückzubringen. InParis war grade ein grosser Zusammenfluss bedeutender Musiken:Hummel, Moscheies, Kalkbrenner, Pixis, Rode, Baillot, Kreuzer,Cherubini, Rossini, Paer, Meyerbeer, Plantade, Lafont und vieleAndere trafen sich oft in einem Salon, in einer Loge. Aberdas Kleinliche, Hämische und Neidische so mancher dieserMänner machte auf den ganz anders angelegten Felix einenabstossenden Eindruck, wie er denn auch späterhin nie mitParis und dem dortigen musikalischen Wesen sich befreundenkonnte.
Dasselbe war in seinen guten sowohl, wie in seinen schlechtenSeiten seiner Natur zuwider. Das Streben nach dem Glänzenden,Pikanten, nach dem Effekt liess ihn kalt, das Intriguenwesen,die Unbekanntschaft mit den grossen Meistern der Deutschen,die Oberflächlichkeit der Arbeiten stiess ihn ab, durch das fürihn persönlich sehr entgegenkommende Wesen der Musiker liesser sich nicht bestechen. Nur mit Cherubini scheint er in einetwas näheres Verhältniss getreten zu sein.
In einem Brief vom 6. April sprach er sich mit grosser,ihm sonst garnicht eigener Schärfe und Heftigkeit über PariserPersonen und Zustände aus. Natürlich fehlte es nicht anWiderspruch in den Antworten der Mutter und Schwester.Einige Briefstellen mögen seine Auffassung der Verhältnisseschildern:
Felix an die Familie.
Paris, 23. März 1825.
„Wie soll ich es anfangen, am ersten Morgen, den ich inParis erlebe, einen ordentlichen, regelmässigen und vernünftigenBrief zu schreiben? Dazu bin ich noch viel zu verwundert, zu