Reise nach Paris 1819.
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mit richtigem Blick Zelter als den geeigneten Mann heraus-gefunden hatte, traf er für die Hauslehreistelle eme nicht min-der glückliche Wahl: es war Heyse, der spätere berühmtePhilologe, der Vater des Dichters Paul Hej r se. Heyse warlängere Jahre im Hause und ihm verdankten die Kinder ihregründliche wissenschaftliche Bildung. Felix wollte nicht gernallein Griechisch lernen, und so nahm seine jüngere SchwesterRebecka an diesem Unterricht Tlieil und erwarb sich bei ih-rem grossen Sprachtalent eine so genaue Kenntniss des Grie-chischen, dass sie noch in späteren Jahren Homer und Platomühelos las und sowohl ihrem Neffen, als ihren beiden eige-nen Söhnen oft eine erwünschte Helferin bei den Schular-beiten war.
Im Jahr 1819 machte Abraham allein eine Reise nachParis, wohin ihn Geschäftsangelegenheiten, die Eintreibung derfranzösischen, an Preussen zu zahlenden Kriegsentschädigung,riefen. Wie schwer ihm die Trennung von seinem Familien-leben wurde, kann man sich denken, das „pain sec a Paris"war nicht mehr so verlockend als damals. Henriette sclireibtan Lea: „Ich habe den guten, redlichen, edlen Bruder, Mannund Erzvater mit wahrer Freude wiedergesehen, und er hatmich auch schon hier auf dem Lande besucht, wo wir Ihrer undder Kinder gedachten, wie Sie, und der herrliche Segen, denihm Gott in seinen Kindern gegeben, sich an Alles, besondersGutes aber, das ihm widerfährt, immer anscliliessen. Wie esaber der arme Mann anfangen wird, um seinen Sommer soallein in Paris zu verleben, das weiss ich noch nicht. Auchdie Opera buifa scheint ihn nicht mehr anzuziehen, und mitRecht zieht er seine Hauskapelle allen berühmtesten Vir-tuosen. vor. Indessen scheint er mir ganz resignirt, und ichmuss es sagen, in manchem Andern noch sehr vortheilhaft ver-ändert; er erkennt, dass er glücklich ist, fühlt es lebendig insich, und das hat ihn verjüngt; ich finde ihn garniclit mein 1 solieraklitisch, bloss ernst, wie es einem Manne, und zuweilengerührt, wie es einem Gatten und Vater ziemt, der von allem,was er liebt, getrennt ist." —
Der Aufenthalt zog sich länger hin, als man gedacht