Druckschrift 
Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
Entstehung
Seite
242
Einzelbild herunterladen
 

242

Fall ist auch eingetreten, denn nachdem Hezilo 1088 als Mönchin St. Georgen, in das er kurz vor seinem Tode eingetreten, ge-storben, schied sein Sohn, welcher die Schirmvogteien von Reichenauund St. Georgen verwaltete, wohl vermählt, aber wie es scheint,ohne männliche Erben hinterlassen zu haben, 1094 aus dem Leben,indem er das Unglück hatte, von den ihn: untergebenen Waffen-knechten des Klosters Reichenau ermordet zu werden.

Da nun, wie aus obiger kurzer Geschichte der Stiftung desKlosters St. Georgen hervorgeht, Hezilo, welcher dem Ge-schlechte der Landolde angehörte, in derselben Gegend, ja dengleichen Ortschaften des Breisgau's wie Herzog Burkard I. vonAlamannien, die Grafen von Nellenburg und Zollern be-gütert war, ferner die alten Freiherren von Entrin gen, Hezi-lo's Stammesvetter, wie wir unten nachweisen werden, entschie-den Sippen des Hauses Zollern gewesen, ein Nellen-bnrg er die Landolde von Hezilo's Geschlechte in der bei letzteremerblichen Schirmvogtei des Klosters Reichenau ablöste, uud diehoheubergische Linie der Zollern das Ober-Mundschenkenamt des-selben Klosters bekleidete, endlich die meisten Zeugen, welche derVerhandlung in Jrslingen anwohnten, darunter insbesondereein Landold von Winzeln in der oberen Bar, beziehungs-weise dem Scherragau ansäßig waren, so kann es keinem Zweifelunterliegen, daß das Geschlecht des Stifters von St.Georgen eine Sippschaft der Burkardinger bezw.Rellenburger und Zollern gewesen.

Als zweite Landold-Sippe des Burkardinger Stammes undspezi ell der Scherragau- und nachmaligen Gras en von Zo ll eruhaben nur aufzuführen:

Die edelfreien Herren von Ent r ingen^Z Vondenselbe n kennen wir bereits Landold und Adelbert, als dienächsten Verwandten uud Erben des Stifters von St. Georgenfür den Fall, daß dessen Haus mit seinem Sohne im MannS-stamme aussterben sollte. In den Iahren 1111 und 1112 haben

Zwei Stunden von Rotenburg und Tübingen am Neckar, auf einemansehnlichen, von drei Seiten frei stehenden Vorsprung des Steilabfalls vomSchönbnch-Walde gegen das Ammerthal, über dem heutigen Marktflecken Entrin-gen (Ä. W. O.A. Herrenberg), steht noch heute das Schloß Hohen - Entringen.